Geld, Geld, Geld...Boris Becker: So macht der Ex-Häftling jetzt Millionen

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Boris Becker: So macht der Ex-Häftling jetzt Millionen © BMC-Image/Dominik Beckmann
Jörg Schulz
Redakteur

Boris Becker – Nach einer nur siebeneinhalb Monate dauernden Stippvisite im britischen Huntercombe-Gefängnis ist er wieder ein freier Mann. Eigentlich sollten es zweieinhalb Jahre sein. Damit ist er nicht frei von Schulden. Aber scheinbar frei von Reue. Denn sein Verhalten zeigt, worum es ihm auch weiter geht: Geld. Ohne Rücksicht auf seine Gläubiger. Schlager.de erklärt: So macht der Ex-Häftling jetzt Millionen. Und wie die Menschen, die ihm Millionen geliehen haben, leer ausgehen.

Am 15. Dezember 2022, ein Donnerstagmorgen, 9 Uhr deutscher Zeit, wurde er aus dem britischen Huntercombe-Gefängnis entlassen. Er musste nur siebeneinhalb Monate absitzen. Nicht etwa, weil er sich besonders gut geführt hatte. Sondern, weil die britischen Gefängnisse überlastet sind. Richterin Deborah Taylor am Londoner Southwark Crown sagte bei der Urteilsbegründung, der ehemalige Tennis-Star habe weder Reue gezeigt noch seine Schuld anerkannt. Direkt an Becker gewandt sagte sie:  „Sie haben (…) versucht, sich von Ihrer Straftat und Ihrem Bankrott zu distanzieren. Ich akzeptiere zwar Ihre Demütigung als Teil des Verfahrens, aber Sie selbst haben keine Demut gezeigt.“ Konkret ging es um Überweisungen in sechsstelliger Höhe, um den Besitz einer Immobilie (sieben Schlafzimmer, Wert: 2,057 Millionen Euro) in seiner Geburtsstadt Leimen (hier hat seine Mutter Elvira lebenslanges Wohnrecht) sowie deren Belastung mit einer Hypothek – und um Aktienbesitze. 2019 waren die Insolvenzauflagen gegen Becker um zwölf Jahre bis 2031 verlängert worden. Becker hatte Transaktionen aus der Zeit vor und nach dem Insolvenzverfahren in Höhe von rund 5,2 Millionen Euro nicht ordnungsgemäß gemeldet. Laut der staatlichen britischen Insolvenzbehörde seinen die Auflagen verlängert worden, „um zu verhindern, dass Herr Becker Gläubigern weiteren Schaden zufügt“.

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Boris Becker hat seine Freundin Lilian als Strippenzieherin

Und jetzt? Fakt ist: Boris Becker hat sich vor und während seines Prozesses für eine zweiteilige Doku (Apple TV +) zur Verfügung gestellt. Um wie viel Geld es dabei ging – unklar. An wen das Geld floss – Wahrscheinlich nicht in seine eigene Tasche. Denn da ist seine Freundin Lilian de Carvalho Monteiro (seit 2020 ein Paar). Sie weiß, wie man mit Geld jongliert. Sie spricht sechs Sprachen, arbeitete als Risikoanalystin und ist Geschäftsführerin. Lilian soll auch im Hintergrund die Fäden in der Hand halten. „Er vertraut ihr. Sie ist seine Stütze, will aber im Hintergrund bleiben“, plauderte ein Freund Beckers gegenüber „Daily Mail“ aus. Und: Sie hat in Großbritannien ein Unternehmen gegründet: BFB Enterprises. Die Kürzel stehen für Boris Franz Becker, will es „Daily Mail“ wissen. Und weiter schreibt die britische Zeitung: Boris Becker soll sein neues Leben in Deutschland finanzieren, indem er enorme Einnahmen aus Fernsehauftritten und Buchgeschäften an eine von seiner Freundin gegründete Firma weiterleitet.

Boris Becker hat ein Buch-Angebot über eine halbe Mio. Euro erhalten

Was damit gemeint ist: Für das Sat.1-Interview, das am heutigen Dienstag, 20.15 Uhr, ausgestrahlt wird, soll der Sender umgerechnet 515.000 Euro gezahlt haben. Das Interview wird in zwei Sprachen ausgestrahlt (deutsch / englisch). Die Vermarktung läuft natürlich weltweit. So groß ist das internationale Medieninteresse an Boris Beckers neuem Leben. Und es ist ihnen sehr viel wert. Hinzu kommt noch ein neues Becker-Buch. Nach Schlager.de-Informationen hat ein „großer deutscher Verlag“ bereits eine Offerte abgegeben. Schlager.de weiß: Es geht um eine halbe Million Euro, orientiert an dem Honorar, das der Sender an BFB Enterprise zahlt. Nicht im Rennen scheint der Herbig Verlag zu sein, der bereits 2013 mit großem Erfolg Beckers Buch „Das Leben ist kein Spiel“ verlegt hatte. Eine Verlagssprecherin zu Schlager.de: „Wir haben kein Gebot abgegeben. Noch nicht … Allerdings geht es um viel Geld.“ Und die kolportierten 500.000 Euro seien eher von den großen Verlagen zu stemmen.

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Für Becker geht es also wieder mal um Millionen. Eine Größenordnung, die er auch Gläubigern nicht zurückgezahlt hat. Und durch seinen legalen, aber sicher nicht moralisch einwandfreien Trick über die BFB Enterprises auch nicht beabsichtigt, zu befriedigen. Zum Beispiel sein ehemaliger Freund Hans-Dieter Cleven. Der half Becker mit mehreren Millionen-Zahlungen aus der Patsche. Bis zum 30. September 2013 wuchs der Kredit auf unglaubliche 36,13 Millionen Euro an. Schlager.de fragte Cleven, was er von den neuen Becker-Entwicklungen hält – und der Aussicht, weiter leer auszugehen. Cleven möchte dazu keine Auskunft geben. Becker hingegen dürfte all dies nicht scheren. Denn der fällt weich. Dirk Hordorff, Vizepräsident des Deutschen Tennis-Bundes (DTB), kündigte schon vor Wochen an: „Die Türen beim DTB stehen Boris Becker immer offen. Repräsentant, Präsidium oder was auch immer. Salopp gesagt: Boris kann sich den Job aussuchen.“ Und genau so macht der Ex-Häftling Boris Becker jetzt Millionen.

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