Heinz Hoenig nach Horror-OP: Was jetzt auf ihn zukommt

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Diese Schlagerstars engagieren sich gegen Krebs

Jörg Schulz
Redakteur

Heinz Hoenig – Tag 51 auf der Intensivstation einer Berliner Klinik. Ob er manchmal daran denkt, was “danach” sein wird?  Steffen J. hat das gleiche Schicksal getroffen. Er hat darüber gesprochen.

Steffen J. wird mit Schauspielstar Heinz Hoenig (72, "Das Boot") fühlen können. Auch bei ihm musste die Speiseröhre entfernt werden – der verdammte Krebs. Der Unterschied: Heinz Hoenig liegt nun Tag 51 auf der Intensivstation eines Berliner Krankenhauses. Bei Steffen J. waren es "mehrere Tage", so gibt er in seinem Bericht auf der Website Selbsthilfegruppe Speiseröhrenerkrankungen an.  Es gibt noch weitere Unterschiede, die deutlich machen, in welch schlimmer Situation sich Heinz Hoenig befindet: Heinz Hoenig war bei der OP die Speiseröhre entfernt worden, wird seitdem über eine Magensonde (Zugang über die Nase) ernährt. Den nächsten Schritt, einen Teil des Magens zu einer Speiseröhre zu formen, können die Medizin-Spezialisten erst wagen, wenn eine andere lebensnotwendige Operation, die lebensgefährlich ist, glücken sollte: Seine kaputt Aorta muss durch eine Prothese ersetzt werden.

Heinz Hoenig muss noch immer künstlich beatmet werden

Doch daran scheint bislang nicht zu denken zu sein. Hoenig wird noch immer künstlich beatmet. "Er hat immer noch die künstliche Beatmung. Wenn die weg ist und er stabilisiert und aufgebaut werden kann, dann kann man über die andere OP nachdenken. Aber im Moment muss er sich erholen und warten, bis es mit der Atmung wieder besser wird," erklärt Heinz Hoenigs Managerin, Birgit Fischer-Höper. Die Dauer dieses Erholungsprozesses ist aktuell nicht absehbar.

Steffen J. hatte da mehr Glück im Unglück. Bei ihm konnte die Speiseröhren-Operation in einem Rutsch durchgeführt werden. Etwa zwei Wochen nach dem Eingriff habe Steffen J. langsam wieder gelernt, "die Laufstrecken auf dem Krankenhausflur kontinuierlich zu verlängern", wie er weiter berichtet.

Patient Steffen J. war nur drei Wochen in der Klinik

Steffen J.: "Die gesamte Verweildauer im Krankenhaus war mit 3 Wochen sicher als überdurchschnittlich anzusehen. Die erfolgte Anschlussheilbehandlung hatte ich mit Verspätung angetreten, weil ich gesundheitlich noch nicht in der Lage war, die Reha zeitnah nach der Entlassung zu beginnen. Eine zwischenzeitlich aufgetretene Lungenentzündung musste auch erst auskuriert werden." Der vierwöchige Aufenthalt in der Reha-Klinik habe ihn "konditionell weiter aufgebaut".

In der ersten Zeit nach der OP habe ich insgesamt 15 kg an Körpergewicht verloren. Auf diesem Niveau bin ich auch bis heute geblieben.Patient Steffen J.

Womit Steffen J. bis heute zu kämpfen hat: das Gewicht zu halten. Steffen J.: "In der ersten Zeit nach der OP habe ich insgesamt 15 kg an Körpergewicht verloren. Auf diesem Niveau bin ich auch bis heute geblieben. Mein Body-Mass-Index (BMI) ist im mittleren Normbereich und diesen Bereich möchte ich auch gern beibehalten. Beim Essen muss ich dann allerdings am Ball bleiben."

Dazu müssen sich Patienten wie Steffen J. an strikte Ernährungsvorgaben halten. Steffen J.: "Kleinere Portionen Essen, Zwischenmahlzeiten einfügen, bestimmte Lebensmittel meiden, keine kohlensäurehaltigen Getränke trinken, nicht gleichzeitig essen und trinken, langsam essen und alles gut durchkauen, nicht zu spät essen und und und ..."

Die Folgen: Durchfälle, Erschöpfung, Schmerzen

Der Grund: Die höhere Lage des Magens, die Umgestaltung des Magens zu einem Schlauch und auch die veränderte Muskelbewegung des Magens sind Veränderungen, die zu diesen Beschwerden beitragen. Diese sind: "Es gibt Tage, da habe ich 2 bis 3 mal am Tag mit Übelkeit zu tun und es gibt andererseits sehr wohl längere beschwerdefreie Phasen. Es kann auch zu Durchfällen, Erschöpfung, Schweißausbrüchen, Zittern, Schmerzen, Völlegefühl und dabei die Schwierigkeiten durchzuatmen usw. kommen."

Aussichten, von denen Heinz Hoenig nur träumen kann

Bei Steffen J. sei hinzugekommen, dass ihm zwischenzeitlich noch die Gallenblase wegen Überfüllung – mit Steinchen – entfernt worden sei. Eine fehlende Gallenblase sorge auch für eine nicht einwandfreie Verdauung. Immerhin: Die Anzahl der benötigten Medikamente halte sich in Grenzen. Steffen J.: "Protonenpumpenhemmer zur Reduktion der Magensäure – allerdings lebenslänglich –, Verdauungsenzyme zur besseren Verwertung der Nahrungsfette und bei Bedarf ein Mittel gegen Übelkeit." Aussichten, von denen Heinz Hoenig in seiner derzeitigen Situation wohl träumen würde.

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