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Roberto Blanco

Roberto Blanco © Albumcover "Swinging New York"

Roberto Blanco – Ein bisschen Spaß muss sein

Das Leben und die Karriere von Roberto Blanco

Egal wo Roberto Blanco auftaucht, er fällt auf. Seine gute Laune ist einfach ansteckend und seine Songs mitreißend. Seit vielen Jahrzehnten ist der Sänger mit kubanischen Wurzeln eine feste Größe in der deutschen Musikbranche und für viele junge Künstler ein Idol zum Aufschauen. Songs wie „Ein bisschen Spaß muss sein“ sind echte Kult-Klassiker geworden und gehören auf jede ausschweifende Schlagerfete. Roberto Blanco ist trotz seines großen Erfolgs auf dem Boden geblieben und es macht einfach Spaß ihm zuzuschauen.

Roberto Zerquero Blanco wurde am 7. Juni 1937 in Tunis, Tunesien geboren. Seine Eltern haben kubanische Wurzeln und Roberto wurde die Musik und das Rhytmusgefühl quasi in die Wiege gelegt. Sein Vater war Folklore Künstler und seine Mutter eine Tänzerin, leider verstarb sie sehr früh. Bevor sich Roberto Blanco jedoch der Musik widmete, schrieb er sich in Madrid in ein Medizinstudium ein, dieses brach er jedoch nach zwei Semestern ohne Abschluss ab. Mitte der 50er Jahre kam er nach Deutschland und startete direkt seine Fernseh- und Bühnenkarriere. Mittlerweile hat er die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen.

Roberto Blanco: Der Durchbruch

Seinen ersten Auftritt im deutschen Fernsehen hatte er in dem Film „Der Stern von Afrika“, dort spielt er eine kleine Nebenrolle als eine Küchenhilfe. Es folgten viele weitere Spielfilme wie z.B. „Alle Menschen werden Brüder“ oder „Drei Männer im Schnee“. Zeitgleich startete er seine Schlagerkarriere und nahm Ende der 60er-Jahre an den „Deutschen Schlager-Festspielen“ teil, die er mit dem Song „Heute so, morgen so“ gewinnen konnte. Nur drei Jahre später feierte er mit dem Hit „Ein bisschen Spaß muss sein“ seinen endgültigen Durchbruch, bis heute ist das seine bekannteste Nummer und zu einem echten Kult-Song geworden. Schnell wurde Roberto Blanco zu einem beliebten deutschen TV-Gesicht und erhielt unter anderem seine eigene Show. Es folgte die „Roberto Blanco Show“ und führte als Moderator durch die Spielsendung „Noten für zwei“.  Für viele Jahre war er als Sänger, Schauspieler und Moderator gleichermaßen tätig und ging dafür sogar nach Kuba, wo er in der „Tropicana-Revue“ in Havanna auftreten durfte. Bis heute veröffentlicht Roberto Blanco neue Songs oder Wiederveröffentlichungen älterer Hits. So brachte er 2013 eine moderne, elektronische Version seines Superhits „Ein bisschen Spaß muss sein“ heraus.

Roberto Blanco: privat

Roberto Blanco engagiert sich in seiner Freizeit für Obdachlose und Kinder, er übernimmt Patenschaften und unterstützt Projekte wie z.B. „Ärzte ohne Grenzen“. Nebenbei ist er Ehrenmitglied der politischen Partei „CSU“. Privat hat sich der Schlagersänger in Österreich niedergelassen, dort wohnt er gemeinsam mit seiner Ehefrau Luzandra Straßburg, die er 2013 heiratete. Zuvor war er mit der Schweizerin Mireille verheiratet, mit ihr hat er zwei gemeinsame Töchter. Seine Tochter Patricia Blanco ist aus diversen TV-Reality-Formaten bekannt geworden. Desweiteren hat Roberto Blanco noch einen Sohn, aus einer außerehelichen Partnerschaft.

Die Anfänge von Roberto Blanco

Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern nahm Roberto Blanco beim Start seiner Karriere keinen Künstlernamen an. Er wurde am 07. Juli 1937 als Sohn des Kubaners Alfonso Zerquera und seiner Frau Mercedes Blanco in Tunesien geboren und auf den Namen Roberto Zerquera getauft. Die musikalische Ader sowie das schauspielerische Talent stammen von seinem Vater, der als Folklore- und Varieté-Künstler den Lebensunterhalt für die Familie verdiente. Als Blanco zwei Jahre alt war, starb seine Mutter. Die Jugend verbrachte der Entertainer in Beirut und Madrid, lernte jedoch auch die Türkei, Griechenland, Italien und Ägypten kennen. In Madrid begann Blanco nach Abschluss der Schule ein Medizinstudium, brach dieses jedoch bereits nach zwei Semestern ab. 1956 kam er nach Deutschland, seit 1971 besitzt er die deutsche Staatsbürgerschaft. Blanco spricht sieben Sprachen.

Die ersten Schritte auf dem Weg zur großen Karriere

Im Jahr 1957 bekam Roberto Blanco seine erste Filmrolle in dem von Alfred Weidemann inszenierten Kriegsfilm „Der Stern von Afrika“. Die Produktion stammt von der in München ansässigen „Neuen Emelka“ und der Madrider „Ariel Film“, Drehorte waren neben München und Sevilla auch Berlin, Rom und die Kanarischen Inseln. Blanco spielte in dem Streifen die Küchenhilfe Mathias, eine Nebenrolle, für die er als Roberto Zerquera erwähnt wird. Die gesangliche Laufbahn förderte seine Arbeit für Josephine Baker, in dem Film „Bühne frei für Maria“ sang er 1958 seinen ersten Schlager. Es folgte weitere Filme, beispielsweise die Simmelverfilmung „Alle Menschen werden Brüder“ oder die Kästnerinszenierung „Drei Männer im Schnee“.

Chartrekorde in Deutschland

Der Titel „Heute so, morgen so“, mit dem Roberto Blanco die Deutschen Schlager-Festspiele gewann, brachte ihm den Durchbruch als Schlagersänger. Elf Wochen lang hielt sich der Hit im Jahr 1969 auf Platz 10. Er nahm eine Reihe von Schallplatten auf und veröffentliche insgesamt über 30 Singles, teilweise mehrere pro Jahr. Die größten Erfolge waren 1972 „Ein bißchen Spaß muß sein“, welcher sich acht Wochen lang in auf Platz 15 hielt, und „Der Puppenspieler von Mexiko“. Mehrmals trat der Schlagerstar in der ZDF-Hitparade auf und war Gast in zahlreichen Musiksendungen.

Shows und Radioauftritte des beliebten Entertainers

1973 bekam Roberto Blanco seine erste eigene Fernsehshow mit dem Titel „Heute so, morgen so“, 1976 folgte die „Roberto Blanco Show“, die laut ZDF-Jahrbuch eine Einschaltquote von 49 Prozent erreichte. Nachdem Rudi Carrells „Am laufenden Band“ zu Ende ging, übernahm der beliebte Entertainer mit der Spielshow „Noten für zwei“ dessen Nachfolge, ließ die Sendung jedoch auf eigenen Wunsch 1982, nach nur vier Folgen, wieder aus dem Programm nehmen. Weitere Sendungen waren „Roberto – Ein Abend mit Roberto Blanco“, „Musik ist meine Welt“ sowie 1987 ein Showblock in der Revue Tropicana in Kuba. Blanco ist Dauergast auf Schlager-Oldie-Veranstaltungen, wie beispielsweise dem jährlich stattfindenden Schlager-Festival von Radio Bremen.

Produzenten- und Charity-Tätigkeiten

1994 produzierte Blanco das Album „Por tu amor“ mit Liedern in seiner spanischen Muttersprache in Zusammenarbeit mit Musikern aus Südamerika. Mit der Thrash-Metal-Band Sodom trat er 2011 beim „Wacken Open Air“ auf, sein Engagement gehörte zu einer Kampagne gegen Alzheimer. Zudem unterstützt Blanco die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ und durch Patenschaften bei Organisationen wie „World Vision Deutschland“ obdachlose Kinder. Der Entertainer ist Ehrenmitglied der CSU.

Privates

Blanco lebte mit seiner Frau Mireille im Münchner Waldtrudering, die gemeinsamen Töchter Patricia und Mercedes gingen im Gymnasium Haar zur Schule. 2004 teilte Mireille Blanco der Presse nach 40-jähriger Ehe die Trennung von ihrem Mann mit, das Paar versöhnte sich jedoch wieder. Grund für die erste Trennungsansage war der 2001 geborene, uneheliche Sohn Blancos. Als 2006 dann erneut eine Frau an der Seite des Entertainers auftauchte, Luzandra, reichte Mireille Blanco endgültig die Scheidung ein. Ein kleiner Fauxpas war die vorgezogene Hochzeit von Blanco mit seiner Luzandra im April 2011 auf den Seychellen, da er noch immer rechtskräftig mit Mireille verheiratet war. Kurzerhand deklarierte das Paar die Feierlichkeit zu einer „Verlobungsfeier“. Die Scheidung der ersten Ehe wurde nach 49 Jahren im Dezember 2012 ausgesprochen, am 14. September 2013 heiratete Blanco seine neue Liebe in München, das Paar lebt seit 2012 Jahr auf den Seychellen.


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