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Florian Silbereisen – Die steile Karriere des neuen DSDS-Jurors

Florian Silbereisen – Die steile Karriere des neuen DSDS-Jurors © Brigitte Dummer

Wer an Schlager denkt, dem fallen wohl automatisch an die “Feste”-Shows mit Florian Silbereisen ein. Doch wie wurde aus dem einstigen Kinderstar Deutschlands Quotenkönig und neuer Juror des Erfolgsformats “Deutschland sucht den Superstar”? 

 

Florian Bernd Silbereisen wurde am 04. August 1981 in Tiefenbach bei Passau geboren. Schon als Kind erhielt er Unterricht an der Steirischen Harmonika, u.a. vom ehemaligen Weltmeister auf diesem Instrument, Hermann Huber. Bereits als Sechsjähriger trat er bei bayerischen Volksfesten auf. 1991, im Alter von 9 Jahren, wurde der kleine Florian von "Musikantenstadl"-Legende Karl Moik zu dessen Show "Wie die Alten sungen" eingeladen, wo er seinen ersten Fernsehauftritt hatte. In dieser Nachwuchssendung des ORF spielte der damals noch pummelige, in Tracht gekleidete Nachwuchsinstrumentalist live eine Polka und wurde von drei Musikern begleitet. Karl Moik war damals so begeistert vom kleinen Florian, dass er vor ihm niederkniete! Im Interview erzählte der Junge damals, er habe sein Instrument von seinem eigenen Ersparten gekauft. Damals war sein niederbayerischer Dialekt nicht zu überhören. Im selben Jahr erschien seine erste Single "Florian mit der Steirischen Harmonika" und Managerlegende Hans R. Beierlein, der sich vom Entdecker von Udo Jürgens zum selbsternannten "Paten der Volksmusik" entwickelte, nahm ihn unter Vertrag. Im darauffolgenden Jahr gewann Florian den Herbert-Roth-Preis für junge Solistinnen und Solisten und er hatte von nun an regelmäßig Fernsehaufritte mit eigenen Instrumentaltiteln.

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Seine musikalische Karriere

Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Teenager zum singenden Ziehharmonikaspieler. So stellte er zum Beispiel im Jahre 1995 beim damals noch von Carmen Nebel moderierten "Frühlingsfest der Volksmusik" seinen Titel "Mein allerbester Freund ist die Ziehharmonika" vor. Seine bayerische Herkunft war bei seinen Liedern lange unüberhörbar. Mit seinen Auftritten in allen damals bekannten Volksmusiksendungen etablierte sich Silbereisen, passte jedoch seine Lieder den jeweiligen Trends und seiner jeweiligen Lebenssituation an. So sind schon Titel wie "Logo, Logo" mit modernen Beats und Zwischenrufen wie "Here we go!" unterlegt und es geht erstmals um die Liebe, was mit der Zeile „Du bist auf mi hoaß“ umschrieben wird. Im darauffolgenden Jahr ließ sich der Sänger beim "Sommerfest der Volksmusik" seine lange "Haarmatte" abschneiden und stellte den Titel "Links a Madl, rechts a Madl" vor.  Schlager.de Radio Schlager.de Radio

Großer Erfolg als Nachwuchsmoderator

Der MDR erkannte das Potenzial des Niederbayern und übertrug ihm im Jahre 2002 die Moderation der Sendung "Mit Rucksack, Hut und Wanderstock", in der er die schönsten Landstriche des MDR-Sendegebietes präsentierte. Der Nachwuchsmoderator kam beim Publikum gut an und durfte sich in weiteren Sendungen beweisen. 2003 gab Carmen Nebel die Moderation ihrer Sendungen "Musik für Sie" im MDR sowie in der ARD "Die Krone der Volksmusik" und die "Feste der Volksmusik" ab und wechselte zum ZDF. Während für die anderen beiden Sendungen mit Uta Bresan und Gunther Emmerlich etablierte Nachfolger gefunden wurden, setzte man für die "Feste der Volksmusik" auf einen Mann, mit dem niemand gerechnet hatte: Florian Silbereisen. Dies hat er wohl insbesondere der Fürsprache seines Managers Hans R. Beierlein und des damaligen MDR-Unterhaltungschefs Udo Foht zu verdanken, der für die Sendung verantwortlich war. Mit 22 Jahren wurde Silbereisen mit seiner Moderation des "Winterfest der Volksmusik" am 07.02.2004 Deutschlands jüngster Showmaster. Im Vorfeld wurde er verspottet, kaum jemand traute ihm etwas zu. Doch der Erfolg gibt ihm Recht. In seinen Shows darf Florian Silbereisen sich als Entertainer, Sänger, Sketchpartner, Stuntman und Akrobat beweisen. Das größte Lob erfuhr er wohl von Rudi Carrell, der 2004 sagte: "Ich dachte, mein Beruf wäre ausgestorben, aber Florian macht das super!" 2006 trat er in dem Film "König der Herzen" erstmals als Schauspieler in Erscheinung und spielte den Tod im Musical "Elisabeth".

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