Suche

PUR

PUR © Ben Wolf

Pur – Die Erfolgsgeschichte einer Band

Das Leben und die Karriere von PUR

Die Pop-Schlagergruppe Pur gehört seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Bands in Deutschland. Gegründet wurde Pur als klassische Schülerband und wie es sich für eine junge Band gehörte, fanden Proben in einem Keller statt. Doch der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und heute füllen die Bandmitglieder um Frontmann Hartmut Engler riesige Konzerthallen und Arenen. Um Pur kommt einfach niemand herum!

Entstanden ist Pur aus der ehemaligen Schülerband Crusade, die 1975 von Roland Bless und Ingo Reidl gegründet wurde. Gemeinsam mit ebenso musikalisch begeisterten Freunden probten sie ganz klassisch in einem Keller in ihrem Heimatort Bietigheim in Baden-Württemberg. Frontmann Hartmut Engler stieß 1976 dazu und wurde als neuer Sänger für Crusade engagiert. Die Konstellation änderte sich in den Anfangsjahren häufiger, auch der Bandname wurde in den 80er Jahren in Opus geändert. Die ersten Alben wurden in Eigenproduktion unter diesem Namen veröffentlicht, als jedoch eine gleichnamige Band einen großen Erfolg feierte, benannten sich die Jungs aus Bietigheim in Pur um. Die Kultband von heute war geboren!

Der Durchbruch von Pur

Bereits vor ihrer Umbenennung in Pur gab die Band regelmäßig Konzerte, jedoch in einem kleineren Rahmen. Alben verkauften sie im Eigenvertrieb während der Konzerte. Mitte der 80er Jahren nahm die Band an einem Wettbewerb teil und belegte unter 3000 Teilnehmern den ersten Platz. Pur wurde eine vielversprechende Karriere vorhergesagt, sodass sie 1987 ihren ersten Plattenvertrag unterschrieben und es folgten weitere Auszeichnungen, wie z.B. der Nachwuchspreis die „Goldene Europa“. Auch immer mehr Radiosender wurde auf die talentierte Band aufmerksam und der Song „Funkelperlenaugen“ wurde zu einem deutschlandweiten Radiohit. Der ganze Durchbruch gelang Pur dann in den 90er Jahren. 1993 erschien das Album „Seiltänzertraum“ und konnte sich auf Platz 2 der deutschen Albumcharts platzieren. Ein riesiger Erfolg für die Band, die schon seit vielen Jahren an ihrer Karriere geschraubt hatte. Übertroffen wurde dieser Erfolg dann endgültig mit dem Erfolgsalbum „Abenteuerland“. Das Album wurde unter anderem in Nashville aufgenommen und von John Kelly abgemischt. Die Arbeit hatte sich ausgezahlt, die Platte schoss direkt auf Platz 1. Pur waren endlich im Musikolymp angekommen.

Pur Live

Eine besondere Stärke der Band sind natürlich die Tourneen und Konzerte. Zum Erfolgsalbum „Abenteuerland“ ging die Band auf gleichnamige Tournee quer durch Deutschland und das wollten sich über eine Million Fans natürlich nicht entgehen lassen. Allgemein sind die Konzerte von Pur immer ein echtes Erlebnis und ein echtes Muss für jeden Fan. Eine besondere Ehre kam der Band ebenfalls zugute, ein Konzert ihrer großen Open-Air-Tournee wurde auf dem ehemaligen Pay-Sender „Premiere“ Live übertragen. Bis heute zählt die Band zu den erfolgreichsten deutschen Bands, sie füllen riesige Konzerthallen und platzieren ihre Studioalben stets an der Spitze der Charts. Gold- und Platinauszeichnungen inklusive.

Pur – So fing alles an

Die deutsche Pop-Band Pur stammt aus Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg. Die aktuelle Besetzung besteht aus den Mitgliedern Hartmut Engler (Gesang), Rudi Buttas (Gitarre), Joe Crawford (Bass), Ingo Reidl (Keyboard), Martin Stoeck (Schlagzeug), Martin Ansel (Gitarre, Keyboard, Akkordeon) und Cherry Gehring (Keyboard, Gesang). Das bekannteste Bandmitglied ist dank seiner häufigen Medienpräsenz in der Vergangenheit der Sänger Hartmut Engler, der am 24. November 1961 in Großingersheim (Landkreis Ludwigsburg) geboren wurde. Er wuchs mit einem Bruder und einer Schwester in Bietigheim-Bissingen auf und legte sein Abitur am Ellentagymnasium ab. Sein Berufswunsch war Gymnasiallehrer. Aus diesem Grund studierte Engler Germanistik und Anglistik an der Universität in Stuttgart, brach das Studium jedoch kurz vor dem Staatsexamen zu Gunsten der Musik ab. Pur erhielten zum damaligen Zeitpunkt ihren ersten Plattenvertrag.

Die frühen Jahre der einstigen Schülerband

Die Gruppe Pur existiert seit 1975, wobei die Band damals noch unter einem anderen Namen fungierte. Ingo Reidl und Roland Bless waren damals noch Schüler eines Gymnasiums in Bietigheim, die in ihrer Freizeit gemeinsam musizierten. Mit weiteren Freunden beschlossen sie, eine Band zu gründen und nannten sie Crusade. In ihrer Anfangsphase coverten sie Songs von bekannten Künstlern und nutzten den Keller der Pauluskirche in Bietigheim als Proberaum. Ingo Reidl hatte einen Nebenjob als Klavierlehrer. 1976 bekam er einen neuen Schüler namens Hartmut Engler, der sich bei Crusade als Sänger bewarb und den Posten schließlich bekam. 1979 stieß ein Musikstudent als Gitarrist zur Band. Jörg Weber wechselte nach einiger Zeit zum Bass und nahm nach seiner Hochzeit den Nachnamen seiner Ehefrau an. Seitdem ist er unter dem Namen Joe Crawford bekannt.

Rudi Buttas als entscheidender Impuls und Änderung des Namens in Pur

1980 wurde Gitarrist Rudi Buttas in die Band aufgenommen. An der Besetzung von 1980 sollte sich in den nächsten 30 Jahren nichts verändern. Der studierte Musiker war ein erfahrener Mann und verleitete seine Kollegen zu diversen Experimenten. Nachdem die Truppe in den ersten fünf Jahren ausschließlich englische Texte verfasst hatte, schrieb Engler auf Rat von Buttas die ersten deutschen Texte, die in erster Linie von zwischenmenschliche Beziehungen und gesellschaftliche Themen handeln. Außerdem kam es zur ersten Namensänderung. Die Gruppe hieß inzwischen Opus und nahm ihr erstes Album auf, welches denselben Namen trug wie die Band. Keine Plattenfirma wollte den Erstling und die zweite Scheibe „Vorsicht zerbrechlich“ auf den Markt bringen. Aus diesem Grund verkauften die Musiker ihre ersten beiden Alben auf den Konzerten selbst. 1985 hatte die österreichische Band Opus mit „Live is Life“ einen großen Hit in Deutschland. Die Schwaben änderten daraufhin ihren Namen in Pur, um eine Verwechslung mit den Österreichern zu vermeiden.

Die größten Charterfolge der Erfolgstruppe aus Baden-Württemberg

1990 landeten Pur mit „Lena“ zum ersten Mal in den deutschen Single-Charts. Mit dem Album „Seiltänzertraum“ aus dem Jahr 1993 begann die steile Karriere der Truppe, die bis zum heutigen Tag anhält. Der Nachfolger „Abenteuerland“ war die erste Nummer Eins der Band, die auch mit den fünf anschließenden Veröffentlichungen die Spitze der Charts der Studioalben in Deutschland erklimmen konnte. Nur die aktuelle Veröffentlichung „Schein [&] Sein“ von 2012 schaffte es lediglich auf die zweite Position. Mit „Ich denk an dich“ hatten Pur 1993 einen Nummer Eins-Hit in den Single-Charts. Erfolgreich war auch die Single „Wenn du da bist“, die im Jahr 1998 die Goldene Schallplatte erhielt

Das bewegte Privatleben des Hartmut Engler

Sänger Hartmut Engler waren aufgrund seines turbulenten Privatlebens in der Vergangenheit häufiger in den Medien vertreten als seine Bandkollegen, die Privates von der Öffentlichkeit abschirmen konnten. 1990 heiratete er die Kindergärtnerin Ute Münzenmeier. Nach zwei Jahren erfolgte die Trennung. Im Juni 1996 schloss er mit Claudia Gossow den Bund fürs Leben, die damals im 6. Monat schwanger war und im Oktober Sohn Philipp zur Welt brachte. 1998 wurde der zweite gemeinsame Sohn Felix geboren. Im Herbst 2002 trennte sich Engler von Claudia und ging einige Monate später mit der Schweizer Sängerin Nubya eine Beziehung ein. Diese Partnerschaft zerbrach nach fünf Jahren. Seit 2009 ist der Sänger mit einer 17 Jahre jüngeren Frau namens Katrin zusammen. Mittlerweile ist das Paar verlobt.

Hartmut Engler hatte in der Vergangenheit immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Er verfiel dem Alkohol und litt an Depressionen. An der Seite seiner heutigen Partnerin ist er inzwischen jedoch sehr glücklich.

Ehrungen und Auszeichnungen

Die Musiker von Pur wurden insbesondere in den 1990er-Jahren mit zahlreichen Preisen aus der deutschen Musikbranche geehrt.

1996: Bambi in der Kategorie „Pop National“

1995, 1996, 2001 und 2004: Echo in der Kategorie „Gruppe National“

1988 und 1995: Goldene Europa

1996: Goldene Kamera in der Kategorie „Beste Pop-Musik“

1993 – 1996, 1998, 2001, 2004 und 2007: Goldene Stimmgabel

1994 – 1996: RSH-Gold in der Kategorie „Gruppe National“; 1999 für die „erfolgreichste Tour des Jahres 1998“


Noch keine Kommentare

Kommentar verfassen

Felder mit * sind Pflichtfelder