Glänzender Start der Musikantenstadl-Tournee mit Andy Borg

Glänzender Start der Musikantenstadl-Tournee mit Andy Borg © Christine Kröning
Heiko Bremicker
† 01. Juli 2016
19.01.2015

Am Donnerstag startete in Deggendorf die diesjährige Musikantenstadl-Tournee. Eine gute Wahl, denn in der mit rd. 1.300 Zuschauern vollbesetzten Deggendorfer Stadthalle startete schon einmal eine erfolgreiche Tournee. Schlager.de durfte bei der Premiere und der am Freitag folgenden Veranstaltung in der wesentlich größeren Donau-Arena in Regensburg dabei sein.

Und das hat sich gelohnt! Denn trotz der Größe der Veranstaltungsorte herrschte eine wirklich familiäre Atmosphäre unter den Besuchern, von denen vielen der Musikantenstadl, über den in letzter Zeit in den Medien so viel diskutiert wurde, wirklich am Herzen liegt.

„Ja, jetzt ist Stadlzeit, es ist soweit …“ – Die ersten Takte reichen aus, um den Besuchern das Gefühl zu geben, dass sie hier in den nächsten Stunden gut unterhalten werden. Veranstalter Manfred Hertlein und das Team haben ein Programm zusammengestellt, auf das sich Zuschauer aller Altersgruppen freuen können. Neben einem glänzend aufgelegten Andy Borg standen eine Siegerin und ein Vize-Sieger des Grand Prix der Volksmusik auf der Bühne, die charmante und immer fröhliche Monique aus der Schweiz und Publikumsliebling Patrick Lindner aus Deutschland. Erfrischend abgerundet wurde das Künstlerfeld durch die temperamentvollen Dorfrocker aus Franken und durch die Live-Entdeckung des letzten Jahres aus Österreich, Melissa Naschenweng. Auch die Dorfrocker und Melissa duften früher schon Stadl-Luft in den TV-Sendungen schnuppern. Das Programm wurde begleitet von den Vollblutmusikern des Orchesters Otti Bauer und je zwei Tänzerinnen und Tänzern des Deutschen Showballetts Berlin. Also gab es viel Bewegung auf der Bühne, neben den Darbietungen der Künstler sorgten auch ständig wechselnde Bilder auf einer großen Video-Leinwand für eine spannende Abwechslung.

Standesgemäß die Eröffnung, in Deggendorf und in Regensburg eröffneten wie in der Fernsehsendung Musikkapellen (Deggendorfer Stadtmusikanten bzw. Die Falkensteiner Musikanten) aus der Region das Programm. Das Publikum wurde von Anfang an in die Show einbezogen, mitsingen, mitfeiern, mitmachen. Wie im „großen“ Stadl war eine bewegliche Kamera dabei und begleitete Andy Borg und Patrick Lindner bei ihren Ausflügen ins Publikum durch den Saal. In rasanter Abfolge gab es von allen mitwirkenden Künstlern die großen Hits und neue Titel zu hören. Einfach entspannt zuhören konnten die Zuschauer bei den wunderschönen Liedern von Monique und Patrick Lindner, beim mehr als schwungvollen Programm von Melissa und den Dorfrockern war dann auch schon mal stehen und feiern angesagt.

Auch Schauspieltalent der Künstler war gefragt, in einem amüsanten Sketch entführten sie die Zuschauer musikalisch in die gute alte Zeit des Königlich Bayerischen Amtsgerichtes. Allerdings machte es allein schon die unvergleichliche Mimik von Andy Borg es den Künstlern schwer, nicht selbst lauthals loszulachen. Einfach richtig feine Unterhaltung – live noch besser als im Fernsehen. Nach weiteren Soloauftritten präsentierten alle Interpreten noch einmal ihre persönlichen Lieblingshits anderer Künstler. Und dann natürlich Gänsehaut und Mitwinken im Publikum beim Finale mit dem unausweichlichen „Sierra Madre del sur“.

Eine sehr erfreuliche Beobachtung machten wir am Rande der Veranstaltung und beim Gang mit der Kamera während des Programms durch beide Veranstaltungsstätten. Während viele Medien und die verantwortlichen TV-Sender auf das angebliche (und in ihren Augen zu hohe) Zuschauer-Durchschnittsalter von rd. 68 Jahren bei der TV-Sendung hinweisen (was an sich ja schon etwas diskriminierend für die älteren Gebührenzahler ist), empfanden wir das Durchschnittsalter der Veranstaltungsbesucher als deutlich geringer. In der Pause in Deggendorf hatten wir Gelegenheit mit einigen Zuschauern zu sprechen. Zum Beispiel mit der jungen Selina Weber, selbst Musikerin, die es genießt, einmal ihre Vorbilder zu treffen, die Freundinnen Marion Ottl und Elisabeth Kufner (28 und 31 Jahre jung), die einfach Spaß an der volkstümlichen Musik im rockigen Stil der Dorfrocker haben, und die sympathische Kathrin Probst, die es sich auch durch manche Schwierigkeiten aufgrund der sicher nicht leichten Abhängigkeit vom Rollstuhl nicht nehmen lässt, solche Veranstaltungen zu besuchen und gerade junge Künstlerinnen wie Melissa einmal persönlich zu treffen. In Regensburg sahen wir viele junge Zuschauer, die extra für die Veranstaltung Dirndl und Lederhosen angelegt hatten, für die der Stadl einfach Kult ist. Genau das sind auch die Zuschauer, denen im Fall einer negativen Entscheidung der TV-Verantwortlichen hinsichtlich des Musikantenstadls ein wichtiges Stück Lebensfreude genommen wird.

Schlager.de sagt „Ja zum Musikantenstadl“ und wird einige weitere Veranstaltungen der Tournee und die Live-Sendungen 2015 besuchen und darüber berichten. Einige Tickets gibt es noch hier!

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Heiko Bremicker19.01.2015Heiko Bremicker

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