Wer hätte das gedacht?Volker Lechtenbrink: Romantisches Raubein mit vielen Talenten

Volker Lechtenbrink: Romantisches Raubein mit vielen Talenten © Tristar Media/Getty Images
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Volker Lechtenbrink – Was er machte, machte er mit Leidenschaft: Volker Lechtenbrink war Sänger, Schauspieler, Regisseur und Lebenskünstler. Der fünffache Ehemann und liebevolle Vater verewigte seinen Wahlspruch im Lied „Leben, wie ich es mag“

Sobald er sprach, verbreitete er ein warmes Gefühl: Volker Lechtenbrinks († 77) sonore Reibeisenstimme war unverkennbar. Gekonnt setzte er sie ein: Um Menschen zu verzaubern, in andere Rollen zu schlüpfen. Um sich kämpferisch für Frieden einzusetzen oder Frauenherzen zu erobern. Das Multitalent hatte bereits als Kind genau gewusst, dass es seine Stimme einsetzen wollte: „Ich musste einfach Schauspieler werden. Ich war dafür geboren.“ Mit acht war er im Radio zu hören, mit zehn spielte er mühelos erste Theaterrollen. Und mit 14 stieg er zum vielbeachteten Filmstar auf. Schlager- und Countrysänger wurde er dann später ganz nebenbei – aus Neugierde, Lust an der Sache und weil er es eben konnte.

Ganz gleich, was Volker Lechtenbrink anpackte: Er tat es laut und gut gelaunt. Aber vor allen Dingen ging er dabei aus sich heraus – und fiel so öfter aus dem Rahmen. Hielten ihn manche für ein Raubein, weil er ungehemmt seine Meinung äußerte, störte ihn das wenig. Er trat als überzeugter Pazifist gegen den Krieg auf, prangerte käufliche Politiker an – lebte sich ebenso ungehemmt als Hippie aus. Menschen in eine Schublade stecken? Das war nicht sein Ding, und daher wollte er auch in keine gesteckt werden.

Wer ihn näher kennenlernte, erlebte aber auch seine romantische Ader. Wenn er sein Herz verlor, machte er auch hier keine halben Sachen: „Aus dem Überschwung der Liebe wollte ich immer auch heiraten!“ Er glaubte fest an die Ehe. Die erste feierte er mit Tänzerin Yvonne, an ihrer Seite wurde er Vater. Ließen die Gefühle nach, zog es ihn weiter. Fotografin Carmen wurde Ehefrau Nummer zwei. Er adoptierte ihren kleinen Bruder Robert. Drei weitere Ehen und eine zweite Tochter bereicherten sein turbulentes Leben. Worauf der Sänger immer stolz war: Zu allen verflossenen Lieben behielt er ein gutes Verhältnis. Er war eben ein romantisches Raubein, dem niemand wirklich böse sein konnte.

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