Olaf Henning: „Ich bin alles andere als Mr. Perfect“

Gastartikel
Olaf Henning: „Ich bin alles andere als Mr. Perfect“ © G&D Breuer-Konze / Schlager.de
WOCHE HEUTE
04.06.2021

Olaf Henning will endlich zurück auf die Bühne, doch es gibt noch einige Hindernisse auf dem Weg dahin …

Seine Fans lieben Olaf Henning (53) für seinen modernen Schlager. Doch tief im Herzen schlummert noch eine andere Leidenschaft des Sängers, wie er jetzt im Interview mit WOCHE HEUTE verrät!

Olaf, in Deiner neuen Single „Mr. Perfect“ singst du darüber, eben nicht perfekt zu sein. Denkst Du, dass viele heute immer noch zu hohe Ansprüche an ihre Partner haben?

Also bei aller Liebe: Den Mr. Perfect gibt es in meinen Augen sowieso nicht. Ich finde Perfektionismus im Beruf wichtig, aber im Privatleben oder in Beziehungen sollte man schon Ecken und Kanten haben.

Das macht Personen ja auch interessanter …

Mit so aalglatten Personen komme ich eh nicht gut klar. Ich glaube, da spreche ich auch vielen Menschen aus der Seele. Man muss sich nicht immer für alles entschuldigen, warum man jetzt so oder so gehandelt hat. Außer natürlich, man hat sich wirklich falsch verhalten, da bin ich dann aber auch immer einer der Ersten, der sagt: Ich habe einen Fehler gemacht. Aber die gehören halt auch dazu, man kann ja nicht immer nur gerade durch das Leben gehen. Das wäre einfach langweilig.

Du singst davon, kein Typ der großen Worte zu sein. Wie drückst Du Deine Liebe aus?

Ich lasse unglaublich gerne Kleinigkeiten für sich sprechen. Ich habe seit zwei Jahren eine Fernbeziehung und immer, wenn ich zu meiner Partnerin fahre oder sie zu mir kommt, besorge ich Blumen für sie. Und wenn ich mal keine kriege, fahre ich zur Tanke und kaufe da eine überteuerte Rose. Klar gibt es diese großen drei Worte, aber die kann ja jeder sagen. Und das auch ziemlich schnell (lacht). Ich glaube, mit Gesten und wenig Worten ist manchmal viel mehr gesagt.

Kannst Du schon etwas über Dein neues Album verraten, welches dieses Jahr noch erscheinen soll?

Nein, leider noch gar nicht. Wir warten auf den Gongschlag, dass wir wieder auf die Bühne dürfen. Ich bin jetzt ja keiner, der oft bei dem Silbereisen oder Carmen Nebel eingeladen wird und war es auch nie. Ich war nur einmal da und das war mit „Cowboy und Indianer“. Ich verstehe das bis heute nicht und weiß auch keinen Grund dafür. Aber so muss ich mich halt anderweitig durchkämpfen, was mir aber ja auch ganz gut gelingt.

Hast Du Dich denn mal darüber beschwert?

Ja klar, ich erwähne es ja auch immer wieder. Dass ich mit meinen über 20 Jahren Bühnenerfahrung und als der, der den Popschlager geprägt hat, nicht eingeladen werde, versteht keiner. Ich werde auch oft von meiner Community darauf angesprochen, aber ich kann daran ja nichts ändern. Wir werden jetzt aber verschärft an die Musikredaktion herantreten.

Privat bist Du nach eigener Aussage ja eher der Rocker-Typ. Können wir in naher Zukunft nochmal ein Rock-Album erwarten?

Das stimmt, ich bin im tiefsten Herzen ein Rocker. Aber die Menschen da draußen wollen das nicht unbedingt von mir. Das merke ich auch jetzt gerade wieder an den Fanreaktionen zu „Mr. Perfect“: „Oh geil – Henning, wie man ihn kennt.“ Und das ist eine Aussage, zu der ich nicht viel sagen muss. Da rocke ich lieber für mich alleine.

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Findest Du das manchmal traurig?

Für mich ist das in Ordnung. Ich verstehe das völlig, jeder hat nun mal seinen eigenen Musikgeschmack. Und ich möchte meinen Konsumenten gefallen und ihnen eine Freude machen. Ich mach’ das ja auch sehr gerne und würde auch nie ein Lied produzieren, mit dem ich mich nicht identifizieren kann.

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