Lady Diana: Die Prinzessin verfiel dem Charme eines windigen Hochstaplers

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Lady Diana: Die Prinzessin verfiel dem Charme eines windigen Hochstaplers © Bettmann via Getty Images
DAS NEUE BLATT
08.12.2021

Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Von seinem Charme und seiner Spendierlaune ließ sich nicht nur Lady Di blenden. Die Royals waren begeistert von David Tang. Seine Betrügereien verschleierte er bis zum bitteren Ende …

Es war der 23. Juli 1997. Im Keller des königlichen Geheimdienstes MI5 im Thames House in London liefen die Tonbandgeräte. Diana telefonierte mit einem Mann, den die Geheimdienstchefin Baronin Eliza M. seit Wochen belauschen ließ. Die Stimme der Prinzessin erkannten die Abhörer sofort. Sie plante für den 2. August eine Geburtstagsparty für den Milliardär David Tang aus Hongkong im Fünf-Sterne-Luxushotel „Dorchester“.

Diana: „Du kannst all deine Freunde einladen.“ David: „Wirklich jeden?“ Diana: „Jeden!“ David: „Okay, dann lade ich Fergie ein.“ Diana: „Absolut nicht!“ Die Prinzessin legte auf. Bei diesem Namen sah sie rot. Fergie hatte mit ihrem Charme die Windsors erobert und Diana in den Hintergrund verdrängt. Aus den Komplizinnen wurden Feindinnen. Die Freundschaft zerbrach, als Prinz Charles ihr vorwarf: „Warum bist du nicht so lebenslustig wie Fergie?“

Ausgerechnet die hatte den spendierfreudigen Party-König aus Hongkong entdeckt. Woher sein Geld kam, kümmerte die Herzogin nicht. Nach ihrer Scheidung von Andrew war ihr Konto leer. David Tang, den sie „Tangito“ nannte, spendierte ihre Luxus-Eskapaden samt Privatjets und Hotel-Suiten.

Davon bekam Diana Wind. Nach ihrer Scheidung von Charles suchte sie reiche Freunde, die ihre Karibik-Trips und Concorde-Flüge diskret beglichen. Ein Duell um den steinreichen David entbrannte – er lief zu Diana über. Als die im Januar1995 heimlich ihre Flucht aus dem Palast plante und in Manhattan ein neues Heim suchte, buchte David die Jackie-Kennedy-Suite im Hotel „Carlyle“ für 7 000 Dollar die Nacht. Dort hatte einst John F. Kennedy Marilyn Monroe verführt.

Am 21. April 1995 ließ der Milliardär Diana mit der Concorde nach Hongkong einfliegen. Sie war der Star der Eröffnung des sündteuren „China Club“, den David in Chinas ehemaliger Staatsbank aufmachte. Die 100 Mitglieder mussten 500 000 Dollar Jahresbeitrag löhnen. Diana verließ das Land mit einer Million Dollar in bar in ihrer Aktentasche.

Am 9. Juni 1995 tauchte sie mit David in Venedig auf. Das Paar war die Krönung zahlloser Partys der Kunstwelt auf der Biennale. Londons Hofberichterstatter tuschelten über Hochzeit. David sei hin und weg von der geschiedenen Prinzessin.

Genauso verfielen die Windsors seinem Charme und seiner Spendierlaune. Selbst Charles und Camilla tauchten auf seinen Festen auf, und sogar die eher misstrauische Queen war begeistert von ihm. David saß auf ihrem Sofa und spielte mit ihren Corgies. Beim Tee auf Schloss Sandringham verriet er der Queen seine Kartentricks. Verzückt schlug sie David zum Ritter. Nur einer hasste ihn: Prinz Philip, der seinen Festen fernblieb.

Im September 1997 sollte Di mit David nach Hongkong fliegen, China hatte die britische Kolonie zurückerobert. Diana sollte wieder der Star der Party sein. Aber sie kam nicht. Am 31. August verblutete die Prinzessin in einem Pariser Tunnel.

20 Jahre später starb David Tang in London mit 63 an Krebs. Kurz zuvor hatte er sein letztes Fest gegeben. „Der beste Abschied vom Leben ist eine riesige Party“, schwor er. Dianas Vertrauter Richard Kay deckte die Schattenseiten des Milliardärs auf: „Am Ende starb er ohne einen Penny in der Tasche.“ Und die „Daily Mail titelte: „War der Darling der High Society ein Betrüger? Tang plünderte die Konten seiner Firmen, um die teuren Partys für die Royals zu bezahlen.“

Kurz vor seinem Tod musste David die Geschenke von Diana und Charles bei „Christie’s“ versteigern lassen, seine Villa kam unter den Hammer. „Er stürzte sein Firmen-Imperium und Tausende Investoren in den Ruin. Er war ein grenzenloser Hochstapler“, klagte Tangs Partner Algy Cluff in seinen Memoiren. „Gott sei Dank, dass Diana das bittere Ende ihres Freundes nicht erleben musste“, so Kay. Zur Beerdigung kam kein Royal. Fergie gestand zum Abschied: „David veränderte mein Leben. Schlafe in Frieden, Tangito, und danke für deine Luftschlösser.“

Lady Diana: Ihre letzte Liebe

 

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