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BRF2 verleiht seine Goldenen Antennen an die beliebtesten Künstler 2014

BRF2 verleiht seine Goldenen Antennen an die beliebtesten Künstler 2014

Bereits zum fünften Mal verlieh das zweite Programm des belgischen Rundfunks (BRF2) seine Goldenen Antennen. Im dafür bestens geeigneten und bis auf den letzten Platz besetzten Saal des Triangel im belgischen St.Vith hieß es in einem prall gefüllten Programm Preisträger zu würdigen, die die Fans seit vielen Jahren begeistern.

Bester Laune präsentierten sich dazu die Moderatoren Biggi Müller, passend zur Verleihung der Höhner schon einmal im Hühnerkostüm gekleidet, und ihr Kollege Volker Sailer, der zudem betonte, dass der BRF2 auch weiterhin ein Herz für den Schlager haben werde – ungeachtet der Vielzahl von aktuellen Änderungen in den Radiostationen. Bevor es zu den jeweiligen Verleihungen kam, wurde das Publikum mit weiteren Lieblingen der Schlagerszene im Rahmenprogramm verwöhnt. Dies alleine war bereits die Anreise wert.

Mario [&] Christoph bildeten den Anfang, vielen sicher noch bekannt aus der Zeit des Alpentrios Tirol. Aber, wie sagte Mario so nett, „… die anderen sind schon in Pension gegangen, aber wir zwei sind noch nicht berentet.“ Das ist auch gut so, denn die Beiden sind in Belgien sehr erfolgreich unterwegs und haben seit ihrer Zusammenkunft als Duo zwei Alben mit tanzbarem und melodischem Schlager veröffentlicht.

Die Könige der Tanzpaläste präsentierten sich im Anschluss; die Rede ist natürlich vom Fernando Express. Seit 45 Jahren leitet Chef Josef Eisenhuth die Geschicke der Band und ließ dann gestern in St. Vith verkünden, dass er zum Ende des Jahres im wahrsten Sinne des Wortes seinen Hut nimmt, um sich um seine Familie kümmern zu können. Aber natürlich wird er auch weiterhin dem Fernando Express quasi aus dem Hintergrund zur Seite stehen. Wer der neue Lenker werden wird, soll im Januar bekannt gegeben werden.

Fantasy, die gerade neben diversen Auszeichnungen im erfolgreichen Jahr 2014 als „Mein Star des Jahres“ ausgezeichnet wurden, brachten das Triangel zum Beben. Dabei stand es in den Sternen, ob die Beiden überhaupt in Belgien erscheinen konnten. Denn am Berliner Flughafen gab es Probleme mit der Maschine, und so musste umgeswitcht werden. Der Leittragende war dabei Martin, denn “seinen Koffer hat er wohl in Berlin gelassen“. So war die Devise, erst einmal shoppen und neu einkleiden. Aber wie sagte Biggi Müller so treffend: „Es kommt nicht auf das Äußere an. Fantasy sind einfach top und echte Darlings.“ wie auch die aktuelle Single der Beiden.

Dann wurden die Nominierten geehrt. Den Anfang machte Linda Hesse als Newcomerin des Jahres. Sie ist ein absoluter Gewinn für den deutschen Schlager. Nicht umsonst wird ihre Musik als „die neue deutsche Mucke“ bezeichnet. Sie lebt die Leichtigkeit und den Frohsinn des Schlagers einfach vor. Fantastisch ist ihre Band um Produzent und Arrangeur Andre Franke. Und gerne “hört man auf sein Herz”, und auch “Knutschen ist absolut erlaubt”. So fiebern die Fans ihrer kommenden Tour entgegen, die mit Sicherheit noch mehr Anklang finden und damit wieder eine punktgenaue Landung feiern wird.

Claudia Jung wurde in der Kategorie als beste Schlagersängerin ausgezeichnet. Es ist in ihrer beispiellosen Karriere bereits das dritte Mal. Aber auch sie hätte sich ja optisch ziemlich verändert, meinte die Künstlerin mit einem Augenzwinkern. Musikalisch wagt sie mit ihrem in den Startlöchern stehenden Album einen musikalischen „Seitensprung“. Allerdings müssen sich ihre Fans leider noch gedulden, denn wegen technischer Probleme wird das Album nun erst im Januar erscheinen. Aber zum Troste stellte die Powerfrau ihre neueste Singleauskopplung vor, eine Ballade, die unter die Haut geht und passend zur bevorstehenden, eher kuscheligen Zeit wie geschaffen ist. „Durch meine Finger rinnt die Zeit“ (Slipping Through My Fingers).

Die Höhner erhielten den Preis für ihr Lebenswerk. Seit unglaublichen 42 Jahren beliefern die Rheinländer nun schon ihre Fangemeinde mit Hits am laufenden Band. Der Name der Höhner hat übrigens seinen Ursprung tatsächlich in Ostbelgien gefunden, nämlich im Jahre 1972, als Mitbegründer Peter Werner dort Bekanntschaft mit seinem zukünftigen Schwiegervater machte. In St. Vith lautetet das Motto der sechs Frohnaturen „Steh auf mach laut“ und, wie kann man es besser umschreiben als mit dem Song „Wenn nicht jetzt wann dann“, haben die Höhner diesen Preis verdient.

Seit fast 50 Jahren steht Howard Carpendale nun bereits auf der Bühne und begeistert seine Fans jedes Jahr ein wenig mehr. Für sein Lebenswerk bekam er den Preis überreicht und war sichtlich gerührt. Musik sei nun mal sein Leben. Das hätte er ganz deutlich in seiner Auszeit von 2003-2007 gespürt. Für ihn sei es wichtig, sich treu zu bleiben, indem man etwas verändert. Der Erfolg gibt ihm Recht. „Viel zu lang gewartet“ werde nicht mehr das Motto sein, stattdessen arbeiten er und sein Team bereits mit Vehemenz an neuen Songs. Die passende Tournee ließe also nicht mehr so lange auf sich warten. Die Fans wird es sehr freuen.

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