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Wencke Myhre: “Ich bin eine gruselige Oma”

Wencke Myhre: “Ich bin eine gruselige Oma” © Koch Universal Music

Sie litt noch unter starken Schmerzen, als NEUE POST Wencke Myhre (70) Anfang des Jahres das letzte Mal traf. Musste medizinisch behandelt werden und konnte ganz schlecht gehen: Die Hüfte machte ihr große Probleme. Davon jetzt keine Spur mehr. Gut gelaunt und munter trat die Norwegerin nicht nur in der Carmen-Nebel-Show in Hannover souverän auf. Auch die After-Show-Party der Benefiz-Veranstaltung besuchte sie, plauderte ausgelassen.

 

3,3 Millionen Euro waren für die Deutsche Krebshilfe zusammengekommen. Ein Thema, das Wencke persönlich angeht, denn im Sommer hatte sie ja die Diagnose Brustkrebs bekommen (NEUE POST berichtete). Diese Krise hat sie überwunden – und daraus gelernt.

Denken Sie noch an die schwere Zeit, als Sie von Ihrer Krebserkrankung erfahren haben?

Wencke Myhre: Absolut. Aber ich habe es damals angenommen und versucht, sehr stark zu sein. Man muss sich der Krankheit stellen und sie bekämpfen.

Wencke Myhre im exklusiven Interview

Das ist Ihnen mit Bravour gelungen. Und heute genießen Sie Ihr Leben und Ihre Enkel! Die machen bestimmt reich, aber auch arm – bei den vielen Geschenken …

Nein! Die machen nicht arm. Die halten mich auf Trab. Und sie wecken meine Kreativität, fordern ihre Oma jeden Tag aufs Neue heraus. Das macht nicht nur sehr viel Spaß, das hält auch jung. Ohne die Kleinen wäre ich bestimmt nicht so fit, wie ich bin. Es ist ein großes, wunderbares Geschenk, Oma von so vielen reizenden kleinen Menschen zu sein.

Was sind Sie für eine Großmutter? Sehr streng oder eher nachsichtig?

Ich bin eine gruselige Oma!

© Christine Kröning/Schlager.de

© Christine Kröning/Schlager.de

Wie bitte?

Na ja, bei mir muss es immer gruseln. Entweder ziehe ich mir ein weißes Bettlaken über den Kopf und spiele die Gespenst-Oma oder ich verstecke mich im Schrank. Oder ich hocke mich unter den Tisch. Egal wo, Hauptsache, meine Enkel lachen und wir haben viel, viel Spaß. Und ich denke mir auch immer wieder neue Spiele und Abenteuer für meine Kleinen aus.

Es ist ja auch eine ganze Rasselbande von Enkeln …

Stimmt. Genau zehn Mädchen und Jungs zwischen 6 und 13 Jahren. Ich habe ja auch drei Söhne und eine Tochter.

Wenn Sie für die Familie einkaufen – geht es dann, gut skandinavisch, zu Ikea?

Schon als meine Kinder klein waren, habe ich da immer alles bekommen. Schränke für das Spielzeug und die Kleider. Was habe ich nicht schon alles zusammengebaut und vor allem schon geflucht. Mir wunde Hände beim Zusammenschrauben geholt und dann wackelte doch wieder alles. Oder was ragten die Kartons nicht immer aus meinem Auto, aus meinem Gepäckraum heraus. Herrlich!

Wie würden Sie Ihr aktuelles Lebensgefühl beschreiben?

Viel erfinden, viel Spaß, viel schaffen, viel Freude! Mehr und mehr! Ich bin gierig auf das pure Leben! Ich habe festgestellt, dass ich mit den Jahren immer neugieriger geworden bin. Und je mehr Lebenserfahrung ich mit mir herumtrage, desto gelassener gehe ich mit „Stolpersteinen des Schicksals“ um. Mich wirft so schnell nichts mehr aus der Bahn. Das können Sie mir glauben!

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