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ABBA for ever: Über Vergangenheit und Reunion

ABBA for ever: Über Vergangenheit und Reunion © Universal Music

Die Musiker der Gruppe ABBA sind eine Legende. Sie gehören zu den erfolgreichsten Pop-Bands der Welt. So gut wie jeder kennt die vier Musiker aus Schweden, deren Anfangsbuchstaben den Bandnamen bilden: Agnetha Fältskog, Benny Andersson, Björn Ulvaeus und Anni-Frid Lyngstad. Seit sie mit „Waterloo“ beim European Song Contest 1974 in die Schlacht gegangen sind und den Schlagerwettbewerb haushoch gewannen, haben sie mit ihren Songs internationale Musikgeschichte geschrieben. Auch 44 Jahre nach ihrer Gründung sorgen sie wieder für Aufregung.

 

Sensationelle Reunion

ABBA-Fans auf der ganzen Welt sind im April in wahre Verzückung geraten. Die Verkündung der vier Band-Mitglieder in ihrer Presseerklärung, vor kurzem in einem Studio zwei Songs aufgenommen zu haben, kam einer Sensation gleich. Haben ABBA doch seit ihrer Trennung im Jahr 1982 immer wieder betont, nie mehr gemeinsam auftreten zu wollen. Ein Band-Revival schien ausgeschlossen, obwohl ihnen unzählige Male bis zu einer Milliarde Dollar dafür geboten worden waren.

Aufgelöst hatten sich ABBA offiziell jedoch nie und standen seit ihrem Auseinanderscheiden immer unter Beobachtung. Trotzdem konnten es die vier Schweden geheim halten, dass sie bereits seit Juni 2017 zusammen gekommen waren, um im Studio gemeinsam zu proben. Zwei neue Songs sind dabei entstanden, das Lied „I Still Have Faith In You“ soll im Dezember Weltpremiere haben. Die vier Stars treten allerdings nicht selber auf: In Form von Hologrammen sollen vier Avatare die Bandmitglieder darstellen. Vielleicht in Glitzeranzügen und mit bunten Plateausohlen?

Der Song-Titel klingt dabei wie ein hoffnungsvolles Versprechen an ihre Fans, denn sie haben immer noch Vertrauen in ABBA und halten an ihrer Größe fest. Das Hoffen auf eine Reunion wurde schließlich auch belohnt – wenn auch nicht mit einer Live-Perfomance. In einer ebenfalls angekündigten Tour, die in den nächsten zwei Jahren starten soll, werden wohl ebenfalls die „Abbatare“ auftreten.

ABBA Tribute

Mit Songs wie „Dancing Queen“, „Fernando“, „Money Money Money“ oder „Mamma Mia“ haben ABBA ganze Tourneehallen gefüllt. Offiziell 375 Millionen verkaufte Platten bei nur insgesamt acht produzierten Alben: Die Erfolgsbilanz von knapp acht Jahren aktiver Band-Geschichte. ABBA-Fans mussten sich, seitdem die Band 1982 aus privaten Gründen ihren Rückzug aus dem aktiven Musikgeschäft ankündigte, fortan mit Erinnerungen begnügen.

ABBA hatte eine ganze Generation mit ihren Songs begleitet. Die schönsten Erinnerungen aus dieser Zeit können sich Schlagerfans mit einer ABBA Dinnershow zurückholen. Bei der Tribute Dinnershow erlebt das Publikum professionelle ABBA-Darsteller live und genießt dabei ein 4-Gänge-Menü. Diese Tribute-Veranstaltungen werden ganzjährig in verschiedenen deutschen Städten angeboten und sind ein besonderes Geschenk für jeden Fan der Kult-Band.

Nach dem Auseinandergehen der ABBA-Mitglieder wurde der Ruhm der Band nicht weniger. Mit dem Musical „Mamma Mia!“ setzten 1999 die beiden Komponisten der Band Benny Andersson und Björn Ulvaeus ihren eigenen Songs ein Denkmal. In dem Pop-Musical sind Tophits wie „Super Trouper“, „The Winner Takes It All“ und „Dancing Queen“ zu hören. „Mamma Mia!“ wurde ein Mega-Erfolg in über 260 Städten der Welt und wird heute noch in mehreren Ländern fest aufgeführt. 2008 hatte die Verfilmung unter anderem mit Meryl Streep in einer Hauptrolle in London Premiere.

Waterloo und der ESC

Das Musical „Mamma Mia!“ feierte seine offizielle Weltpremiere am 6. April 1999 in London. Kein zufälliges Datum: Genau 25 Jahre nach dem legendären Sieg von ABBA auf dem European Song Contest (ESC)am 6. April 1974. Für ABBA, die sich erst zwei Jahre zuvor gegründet hatten, war der Sieg ein Meilenstein und der Anfang einer großartigen Karriere. Mit dem Gewinner-Titel „Waterloo“ schufen sie einen echten Ohrwurm, auf den noch viele weitere folgen sollten.

ABBA war eine der wenigen Gruppen, die durch den Sieg beim ESC ihre musikalische Karriere beschleunigen konnten. 1982, im Jahr der ABBA-Trennung, gewann die deutsche Sängerin Nicole beim Schlagerfestival im englischen Harrogate mit „Ein bisschen Frieden“ den Contest. Die damals erst 17-jährige Nicole trat damals als letzte Interpretin auf, gewann jedoch glasklar. Sie erlangte durch den Sieg zahlreiche Chart-Erfolge und ist bis heute als Musikerin beliebt.

Berühmte Geschichte und unbekannte Fakten

Wer die Geschichte von ABBA kennt, weiß nicht nur um die außergewöhnliche Karriere der Band und ihrer Mitglieder. Viele Geschichten ranken sich um die vier Musiker-Persönlichkeiten, die sich bei ABBA zusammengeschlossen haben. Auch die Tatsache, dass die Band aus zwei Pärchen bestand, ist vielen bekannt. Die Sängerin Agneta Fältskog war seit 1971 mit Gitarrist und Komponist Björn Ulvaeus verheiratet. Anni-Frid Lyngstad war seit 1969 mit Keyboarder und Komponist Benny Andersson verlobt, sie heirateten 1978, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.

Gleichwohl ABBA trotz ihres gewaltigen Ruhms keine Skandale produziert hatten, trugen private Unstimmigkeiten und die Trennung der beiden Paare letztlich dazu bei, dass die Band auseinanderging. Alle Bandmitglieder produzierten auch nach ABBA weiter Musik. „Thank You For The Music“ kann man ihnen immer noch nachrufen.

Genauso wie ABBA auch im Jahr 2018 ihre Studio-Proben vor der Weltöffentlichkeit geheim halten konnten, gibt es einige spannende Informationen, die viele nicht wissen:

  • Agnetha Fältskog hatte schon mit 13 Jahren ihre ersten Auftritte. Mit 17 entstand ihre erste Platte in Schweden. Die blonde Sängerin nahm kurz vor ihrer Karriere mit ABBA sogar acht deutschsprachige Songs auf – die allesamt floppten und bis heute unbekannt blieben.
  • Die gemeinsamen Kinder von Agnetha und Björn, Linda und Christian, haben bei einer der späteren Aufnahmen von Agnethas Platten mitgesungen.
  • ABBA ist rein schwedisch? Nein, Frida ist eine gebürtige Norwegerin, deren alleinerziehende Mutter 1947 von Narvik nach Schweden zog, als sie zwei Jahre alt war. Frida traf erst sehr viel später ihren Vater, der 2009 verstarb.
  • Die beiden Erfinder einiger der weltweit größten Pop-Hits, Björn Ulvaeus und Benny Andersson, können keine Noten lesen! Das hat die beiden Komponisten nicht davon abgehalten, Musikgeschichte zu schreiben. Angeblich konnten sie sich Melodien sehr gut merken.
  • Vor dem Musical-Erfolg von „Mamma Mia!“ haben Benny und Björn bekannte Musicals komponiert: 1984 schufen sie „Chess“, aus dem Chart-Erfolge wie „One Night in Bangkok“ entstanden.
  • Das berühmte Logo der Band hatte ein umgekehrtes zweites B. Dies ist einem Fotoshooting geschuldet, bei dem Benny eins der Anfangsbuchstaben, nämlich sein B, falsch rum hielt. Ein Versehen, was den Markennamen ABBA noch unverwechselbarer machte.