Suche

Cornelia Froboess: „Endlich bin ich frei!”

Cornelia Froboess: „Endlich bin ich frei!” © Harry Pot /Wikimedia Commons

Sie musste ständig das tun, was andere ihr sagten. Termine wahrnehmen, auf Tourneen gehen. Andauernd wurde die kleine „Conny“ herumgereicht. An eine normale Kindheit war für Cornelia Froboess (75) nicht zu denken. Im Gespräch mit NEUE POST gesteht der einstige Kinderstar jetzt: „Heute bin ich glücklich. Denn endlich bin ich frei!“

 

Sie organisieren grundsätzlich alles selbst. Warum?

Weil ich ein Leben lang, wie das so ist in diesem Beruf, geführt und geleitet wurde – von meinem Vater und den Plattenfirmen. Immer haben sie gesagt, was zu tun ist … Heute gehe ich nicht mal mehr ans Telefon.

Heißt das, Sie schalten beruflich ein paar Gänge runter?

Es ist doch wirklich alles gewesen. Ich habe doch absolut alles gehabt im Leben.

Sie wirken darüber erleichtert und scheinen Ihre frühen Karrierejahre eher kritisch zu sehen …

Alles zu seiner Zeit. Das war in Ordnung als Teenager. Aber dann bin ich erwachsen geworden und habe langsam mein Leben in meine eigenen Hände genommen. Und damit endlich mein Glück gefunden.

Dann war die Zeit als Kinderstar wohl nicht die schönste in Ihrem Leben?

Nein. Am schönsten war es, als ich anfing Theater zu spielen. Ich war vorher ja immer als Solistin tätig, aber je älter ich wurde, desto mehr fehlte mir ein Bühnen-Partner.

Waren Sie einsam?

Na, alleine war ich.

Und wie kam Ihr Entschluss, zur Bühne zu gehen, bei der Familie an?

Meine Eltern waren sehr stolz. Aber mein Vater war auch traurig, dass ich seine Lieder nicht mehr gesungen habe. Heute kann ich tatsächlich kein einziges mehr singen. Sie fallen mir nicht mehr ein.

Haben Sie mit Ihrer Kindheit abgeschlossen?

Ich denke nicht mehr darüber nach.

Ihr möchtet mehr lesen?
Den ganzen Artikel gibt es in der ‚Neue Post‘. Jetzt am Kiosk!
Schlager.de auf Instagram