Exklusives Interview mit Fantasy

Exklusives Interview mit Fantasy
Susanne Kromm
24.08.2016

Bereits im Frühjahr 2016 waren Fantasy mit ihrer Tour „Freudensprünge“, so auch der Name des aktuellen Nummer 1-Albums von Freddy und Martin, in Deutschland unterwegs. Am 1. September 2016 startet nun der 2. Teil dieser Tournee – mit 33 Terminen in ganz Deutschland – und sicherlich ebenfalls in ausverkauften Hallen und mit einer tollen Stimmung, wie bereits im Frühjahr.

 

Kurz bevor es losgeht, haben wir mit Martin in einem exklusiven Interview gesprochen. Hier lest Ihr Teil 1 des großen Schlager.de-Telefoninterviews:

Schlager.de: Martin, als allererstes die wohl wichtigste Frage: Wie geht es Freddy`s Knie? Sind Termine gefährdet (Schlager.de berichtete)?

Martin: Er ist noch nicht zu 100 Prozent fit und es sieht nach einer schweren Bänderdehnung aus, aber wir machen jetzt noch drei Auftritte und im Anschluss haben wir 2 Wochen Urlaub. Da kann Freddy sich erholen und bis zum Tournee-Auftakt ist er sicher wieder fit.

Bis Ende des Jahres habt Ihr noch ca. 50 Termine vor Euch. Konntet Ihr Euch in der Tournee-Pause etwas erholen? Wenn ja, wo und wie?

Wie schon gesagt, haben wir jetzt bald unseren Jahresurlaub. Freddy fährt mit seiner gesamten Familie wie jedes Jahr in seine Heimat Kroatien, wo noch seine Mama lebt, und ich fahre auch mit Mutter, Bruder, Nichten, Frau und Sohn wie jedes Jahr in eine Finca auf Mallorca.

Was bedeutet es Euch auf Solo-Tournee gehen zu können?

Das ist etwas Besonderes! Mehr, als eine Solo-Tournee zu haben, geht wahrscheinlich nicht. Wir haben 20 Jahre alles besungen, jede kleine Kneipe – und dann im Leben etwas Glück gehabt.

Ein großes Erlebnis für uns war der Auftritt im ausverkauften Friedrichstadtpalast in Berlin vor 2.400 Besuchern. Das muss man erst einmal verdauen können! Gerade, wenn man vor Jahren noch als „Kneipen-Musiker“ von Kneipe zu Kneipe gezogen ist – und dann so etwas erleben darf.

Es ist ein großartiges Gefühl, wenn man vor die Hallen fährt und die Parkplätze stehen voller Autos – nur wegen uns zwei Verrückten. (lacht) 

Man sieht Euch auf der Bühne an, dass Ihr mit Herzblut bei der Sache seid und der Funke springt schon beim 1. Titel auf das Publikum über. Welche Gedanken gehen einem da durch den Kopf?

Das sind Gedanken voller Freude! Wir wurden oft schon gefragt, warum wir die Hallen bestuhlen. Denn, wenn der erste Titel anfängt, steht das Publikum. Auch das ist mit sehr viel Glück verbunden, dass wir solche Momente erleben dürfen.

Manche Kollegen benötigten eine halbe Show, um das Publikum in Euphorie zu bringen – und bei uns ist es manchmal bis zum 10. Takt, aber oftmals schon beim 1. Takt so, dass alle mitmachen. Der Start ist regionsabhängig, aber am Ende ist es immer eine große Party. Das geht natürlich runter wie Butter!

Die Gags bei Euren Konzerten fallen Euch wann ein?

Vieles ist spontan, damit unsere Fans nicht, falls sie eine Tournee drei- oder viermal besuchen, immer das gleiche hören. Wir hatte ja viele Jahre Zeit uns in dieser Hinsicht kennenzulernen, vielleicht ist es auch angeboren. Klar haben wir auch abgestimmte Sachen, die wir immer bringen. Aber es ist nicht festgelegt, dass ich nach dem einen Titel dies sage und Freddy nach dem anderen jenes.

Wir gehen so auf die Bühne wie wir sind und versuchen das Beste daraus zu machen. Toi toi toi – bisher ist es uns immer gelungen.

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Fantasy

FANTASY grüßen Schlager.de

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Thema Mode: Ihr habt ja schon teilweise etwas ausgefallene Anzüge und vor allem coole Schuhe an! Habt Ihr da ein Mitspracherecht oder zieht Ihr alles an, was man Euch vorlegt?

Nein, egal ob Musik, Texte, Show oder Klamotten – wir haben volles Mitspracherecht! Es gibt nichts, was man uns aufdrückt und wir müssen das machen. Dafür sind wir einfach schon zu alt und machen zu lange Musik.

Aber trotzdem lassen wir uns gerne beraten und dafür haben wir unsere Christa, die Mutter von unserem Manager. Sie ist sehr modebewusst und reist viel. Und immer, wenn sie etwas sieht, das etwas ausgefallener ist, dann bringt sie es uns, wie bei verrückten Schuhen, mit oder schickt uns vorab per SMS Fotos und wir sagen ja oder sein.

Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, wenn man Sachen an hat, die nicht jeder trägt.

Auch Freudensprünge war wieder ein Riesen-Erfolg. Dieter Bohlen hat dieses Album produziert – wie war die Zusammenarbeit mit ihm?

Viel entspannter, als wir befürchtet haben. Er spielt im Fernsehen diese Rolle, die von ihm erwartet wird, aber unsere Zusammenarbeit war total entspannt. Wir hatten Mitspracherecht bei allen Titeln. Wir haben aus fast 40 Titeln die – unserer Meinung nach - besten 12 Titel rausgesucht und bei Melodiebögen, die uns teilweise nicht so gefallen haben, Dieter gefragt, ob man das nicht so oder so machen kann. Die Antwort war „Dann macht das so“ – es war keinerlei Verpflichtung. Wir haben nichts vorgelegt bekommen, das wir unbedingt singen mussten. Es war sehr entspannt und er ist ja auch von Natur aus ein ganz unterhaltsamer Typ mit dem man viel lachen kann.

Wie zuversichtlich ward Ihr –und auch Dieter Bohlen- , dass Ihr wieder ein Nummer 1-Album landet?

Als „Eine Nacht im Paradies“ auf Platz 1 gegangen ist, hat kein Mensch damit gerechnet. Damit kann man auch beim nächsten Album nicht rechnen, auch nicht, wenn Dieter Bohlen dahinter steht. Im Endeffekt müssen die Fans das Album kaufen. Klar steht mit Dieter ein großer Name dahinter, aber es ist auch nicht Dieter Bohlen, der sich ins Auto setzt und in Deutschland alle CDs kauft. (lacht)

Es ist nicht immer die Garantie, dass so ein Album auf Platz 1 geht. Aber es ist auf 1 gegangen und es war wieder ein großes Fest für uns, weil das nicht so selbstverständlich ist, denn es ist das zweite Album in Folge, das so erfolgreich war. Da haben die Fans und der liebe Gott uns die Stange gehalten.

Wir haben vorher 8 Alben selbst geschrieben und wollten mit diesem Album mal einen musikalischen Ausflug machen und erleben wie es ist, wenn ein anderer das Album produziert. Aber es wird sicherlich auch wieder ein Album im typischen Fantasy-Stil geben.

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Fantasy

Fantasy – Freudensprünge (EPK)

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Welches Eurer Alben gefällt Euch am besten?

Im Grunde ist das wie bei Kindern - man hat alle gern, weil jedes Album etwas Besonderes ist und mit unendlich viel Arbeit, Erinnerungen und Spaß verbunden ist.

Seid Ihr Modern-Talking-Fans gewesen? Das sah ja schon ein bisschen danach aus, wenn man Fotos aus Anfangszeiten von Euch sieht, auf denen Freddy mit seiner Thomas Anders-Mähne zu sehen ist.

(lacht) Ja, klar, waren wir! Die 80er Jahre war einfach Modern Talking. Wir hatten alle Platten und konnten alle Songs auswendig. Wir waren ganz große Fans und sicherlich nicht die einzigen in Deutschland. Wir haben uns identifiziert mit den zwei Jungs und der Musik – und wenn man dann Jahre später mit Dieter Bohlen zusammen arbeiten darf, ist das schon ein ganz großer Moment!

Bei Freudensprünge hat bis auf „Blinder Passagier“ Dieter Bohlen alle Titel getextet und komponiert. Ihr textet und komponiert doch sicherlich auch noch nebenbei? Was passiert mit diesen Titeln? Liegen die „für irgendwann“ in der Schublade oder darf die jemand anders singen? Wenn ja, wer?

Nein, das ist nicht ganz richtig. Oliver Lukas hat die Texte geschrieben und Dieter die Musik dazu.

Es ist aber nicht so, dass wir ständig etwas schreiben und das liegt dann in der Schublade. Wenn ein neues Album kommen soll, dann setzen wir uns hin. Freddy in Essen, ich in Berlin oder wenn wir zusammen im Auto sind und schicken uns die Titel zu. Da hat jeder dann mal etwas zu verbessern, aber wir optimieren uns, bis wir beide die Titel gut finden. Das Ergebnis waren die bisherigen acht Alben. (lacht) 

Wenn man so viel miteinander unterwegs ist, seid Ihr dann froh, wenn Ihr den anderen mal eine Weile nicht seht? Oder vermisst Ihr Euch schon nach einer gewissen Zeit?

Auch wenn wir zehn Tage am Stück unterwegs sind, dann ist das nicht so, dass wir von morgens bis abends zusammen sind. Wenn wir im Hotel mal 4-5 Stunden Zeit haben, dann geht Freddy in die Sauna und ich einkaufen oder anders rum. Wir haben da schon unsere Freiräume und sind nicht 24 Stunden aneinander gekettet. Klar, kurz vorm Auftritt treffen wir uns dann, gehen in die Show und wenn der Auftritt gut war, was meistens der Fall ist, trinken wir noch ein Abschluss-Bierchen. Und am nächsten Tag geht es weiter. 

 

Das war Teil 1 des großen Exklusiv-Interviews! Morgen lest Ihr, wie Martin und Freddy Schlagerqueen Andrea Berg kennengelernt haben. Falls Ihr gerne bei einem Konzert dabei sein möchtet, findet Ihr hier alle Termine!

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Susanne Kromm24.08.2016Susanne Kromm

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