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Erste ESC-Siegerin Lys Assia ist gestorben

Erste ESC-Siegerin Lys Assia ist gestorben © Disky (Codaex Deutschland)

Die aus der Schweiz stammende Schlagersängerin Lys Assia ist gestern im Alter von 94 Jahren verstorben. Wie ihr langjähriger Weggefährte Jean Eichenberger mitteilte, starb sie im Krankenhaus Zolikerberg in Zürich. Bekannt wurde Lys Assia besonders durch den Sieg des ersten Eurovision Song Contest 1956.

 

Mit dem Lied „Refrain“ ging Lys Assia in die Geschichte des Eurovision Song Contest ein. Sie gewann den Musikwettbewerb, der damals noch den Namen „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ hatte, und erhielt ebenso eine Goldene Schallplatte.

Große Karriere mit zwischenzeitlicher Pause

Der erste Hits von Lys Assia, die mit bürgerlichem Namen Rosa Mina Schärer hieß, erschien 1950 und trägt den Titel „O, mein Papa“ aus der Operette „Das Feuerwerk“. Einer ihrer Konkurrenten beim ESC 1956 war u.a. Freddy Quinn, gegen den sich die Künstlerin aber durchsetzen konnte. Neben ihrer musikalischen Karriere stand Lys Assia auch als Schauspielerin erfolgreich vor der Kamera: Filme wie „Palace Hotel“ (1952), „Die Kaiserin von China“ (1953) oder „Schlagerparade“ (1953) sind in ihr Repertoire aufzunehmen.

Nach der Hochzeit mit dem Multimillionär Oscar Pedersen siedelte sie mit ihm in dessen Heimat Dänemark über und betrieb, zusammen mit ihm, Hotels in Europa, Japan und Südamerika. Dies führte zu einer Karrierepause von Lys Assia im musikalischen Bereich.

Bis 2008 veröffentlichte sie insgesamt drei weitere Alben mit neuen Lieder, Neu-Aufnahmen ihrer früheren Hits, sowie Coverversion, wie z.B. von dem Klassiker „Ein Schiff wird kommen“ des berühmten Lale Andersens.

Lys Assia im Duett mit Beatrice Egli

„Mir genügt es schon, wieder ein wenig dabei zu sein und Eurovisions-Luft zu schnuppern, das ist wunderschön“, so Lys Assia in einem Interview. So nahm sie auch an mehreren Vorentscheiden des ESC in ihrem Heimatland teil. 2007 sang sie z.B. den Titel „Sag mir, wo wohnen die Engel“ zusammen mit Beatrice Egli, der bei der schweizerischen Vorentscheidung zum Grand Prix die meisten Stimmen erhielt.

„Mein Leben war sehr glücklich“, erklärte sie gegenüber Journalisten. Die Schlagerwelt dankt Lys Assia für ihr Wirken und nimmt Anteil an dem Heimgang von ihr.

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Andreas Breitkopf26.03.2018Andreas Breitkopf

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