Norman Langen: „Ich habe mir immer ein Limit gesetzt“

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Norman Langen: „Ich habe mir immer ein Limit gesetzt“ © Ute Müller

Helfen ist das Schönste, was es gibt. Getreu diesem Motto fand im Theater an der Blinke zum siebten Mal das „Schlagerfestival der Herzen“ statt, welches von Organisator Bernd Beutel wieder einmal bestens vorbereitet wurde. Mit dabei waren Stars wie Annemarie Eilfeld und Norman Langen, mit denen wir ausführlich sprechen durften…

 

Anna Fennen,Frontfrau von Leukin e.V. und die Schirmherrin Gitta Connemann, Mitglied des deutschen Bundestages, erläuterten in ihren Eröffnungsreden eindrucksvoll, wie sich die einzelnen Zahlen in den 23 Jahres des Bestehens zusammensetzen. Aktuell gab es 80151 Typisierungen, aus denen 816 Lebensretter hervorgingen. Dabei ist es sehr bemerkenswert, dass der Standort Ostfriesland mit 19 Prozent weit über dem bundesweiten Durchschnitt von neun Prozent liegen würde. Dass die Krankheit Leukämie jeden von uns treffen kann, bewies die Nachricht vom Tode Karel Gotts genau zum Zeitpunkt dieses Events. Eine wirklich tiefe Betroffenheit war zu spüren. Da aber Helfen eine durchaus wichtige und auch fröhliche Angelegenheit ist, hieß es fortan feiern, singen mit den Stars, die wieder einmal alles gaben und selbstverständlich auf ihre Gage verzichtet haben. Norman Langen, Ricky King, Annemarie Eilfeld, Elvira Fischer, Wind, Pascal Krieger und die Tanz-Show Schuster waren mit dabei. Durch den Abend führte wieder, mit jeder Menge Humor und Anekdoten im Gepäck, der Musikchef von NDR 1 Niedersachsen, Henry Gross. Wir hatten zudem die Gelegenheit, unter anderem mit Norman Langen einige Worte zu wechseln.

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Norman, wir sind hier heute bei einer Charity-Veranstaltung und da wir ja wissen, dass Du vor Deiner Karriere im sozialen Segment beruflich tätig warst, wird Dir so ein Event besonders am Herzen liegen, richtig?
"Ja, da hast Du recht! Es ist heute eine besondere Veranstaltung. Zumal auch noch in einem Theater stattfindend, weswegen ich bei der Auswahl meines Programmes erst überlegt hatte, hauptsächlich Balladen zu singen, aber mir dann dachte, nein - das ist der falsche Weg. Charity-Geschichten sind mir deswegen so wichtig, weil ich da so reingewachsen bin. Meine Mutter hat sich um demenzkranke Menschen gekümmert und ich habe ja auch, nachdem ich Schweißer gemacht hatte, eine Umschulung zum Betreuer von Demenzerkrankten und Sterbebegleiter abgeschlossen. Ich habe einfach ein Faible dafür, da der mittlere Neffe von mir behindert auf die Welt gekommen ist. Er hatte ein Loch im Gesicht, drei Wasserballons im Kopf und man wusste nie, wie alt er wird. Heute ist er 15 Jahre alt, kann sprechen - alles Dinge, die schier unmöglich schienen und das ging auch nur, weil es Leute gab, die uns unterstützt haben und deshalb bin ich heute in einer Position, die es mir wichtig macht, solche Projekte wie diese mit ganzem Herzen zu unterstützen."

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Privat hat sich ja einiges getan bei Dir. Durch die Geburt Deines Sohnes hat sich doch einiges verändert, oder?
"Ja absolut! Mein Leben hat sich sehr verändert! Damals war alles doch anders, ich bin ein verheirateter Mann seit nunmehr fast drei Jahren. Aber ich habe mir jetzt nicht so den Stress gemacht mit dem Gedanken 'Du musst jetzt schnell nach Hause', weil die Frau schläft sowieso. Da ist es egal, ob ich um drei oder fünf Uhr nach Hause komme. Heute ist es so, dass ich möglichst zügig nach Hause fahren möchte, da daheim ein kleiner Wurm wartet, der es toll findet, wenn morgens auch der Papa 'Guten Morgen' sagt. Klar, Schlafmangel kommt dazu und ich glaube so viel Red Bull wie in den letzten Wochen habe ich in den vergangenen acht Jahren nicht getrunken."

2011 warst Du in der DSDS Staffel dabei, hast den deutschen Schlager ins Gespräch gebracht. Mir fällt auf, dass die 'Nicht Gewinner' oftmals erfolgreicher durchgestartet sind  als die eigentlichen Gewinner. Wie erklärst Du Dir das?
"Na ich denke gerade in Bezug auf Annemarie Eilfeld, oder auch Anna-Mara Zimmermann, war es für die beiden schwieriger, weil sie in der Sendung Englisch singen mussten und erst später angefangen haben, auf Deutsch zu singen. Beide haben aber danach unglaublich viele Auftritte gehabt. Bis heute und sind tierisch angesagt. Mein großer Vorteil lag, glaube ich, darin, dass ich 2011 der erste Schlagersänger war. Ich war damals 25 Jahre. Heute bin ich 34 und alle bringen mich auch heute immer noch in Verbindung mit 'DSDS und 'erster Schlagersänger'. Zu Anfang fand ich das gar nicht immer so toll, weil ich dachte, so langsam wäre es an der Zeit, den 'DSDS-Stempel' mal loszuwerden. Aber natürlich hat mir die Teilnahme dort so viele Toren geöffnet, dass ich einfach dankbar bin. Schau mal, ich habe mit 13 angefangen zu singen, mit 15/16 Jahren war ich im Vorprogramm von Jeanette Biedermann, den No Angels und kein Mensch wusste das. Deswegen habe ich mir nach meiner Ausbildung überlegt, wie kannst Du es schaffen, auf die Bühne zu kommen und mit Musik etwas zu machen. Ich habe mir immer ein Limit gesetzt und das lautete, wenn ich 30 bin, dann versuche ich es nicht mehr. So kam es, dass ich bei einer guten Bekannten in einer kleinen Sauna saß, wo jeder jeden kannte und es durchaus auch erlaubt war, ein Laptop mitzunehmen. So und eines guten Tages fiel mir dieser Button von 'DSDS' auf, mit dem Aufruf 'Bewirb Dich jetzt'. Ja, und ich dachte so, bewirb Dich einfach und wenn Du keine Lust hast, fährst Du einfach nicht hin. Und so kam es in der Tat. Da ich damals noch keinen Führerschein hatte, musste mich mein Vater fahren und da der Termin Sonntagmorgen um 12 Uhr gewesen wäre, kam in mir die Überlegung auf, ach weißte was - lass uns in die Stammkneipe fahren, ein Bierchen trinken und dann war es das. Meine Mutter wiederum hatte meinem Vater schon am Vorabend gesagt, er möge mich dann einfach zwingen, was er natürlich auch getan hat und der Rest ist Geschichte."

Was steht auf Deiner To Do-Liste für 2019/2020?
"Aktuell sind wir ja gut unterwegs mit meinem Album 'Dieses Gefühl', bei dem wir uns ja an etwas Neues gewagt haben. Nämlich mit lateinamerikanischen Klängen zu überzeugen. Es gibt inzwischen so viele Richtungen wie den Volksschlager, den Popschlager, aber der Reggaeton-Schlager ist einfach etwas, wo jeder drauf tanzt. Für nächstes Jahr habe ich schon viele tolle Pläne, aber natürlich darf ich darüber noch nicht allzu viel verraten. Auch aus dem Grund, weil ich in der Vergangenheit oftmals etwas ausgeplaudert habe, was am Ende nichts geworden ist, aber ihr werdet auf jeden Fall rechtzeitig Bescheid bekommen."

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