Patrick Lindner

Patrick Lindner © Telamo Musik & Unterhaltung GmbH / Andreas Reiter

Patrick Lindner –- Von der Volksmusik zum Schlager

Der deutsche Schlagersänger Patrick Lindner wurde am 27. September 1960 in München geboren. Sein bürgerlicher Name lautet Friedrich Günther Raab. Er wurde einem breiten Publikum zunächst als Interpret von volkstümlichen Schlagern bekannt, wandte sich jedoch später der moderneren Schlagerszene zu.

Guten Appetit –- ein Koch betritt die Showbühne

Patrick Lindner wuchs als Einzelkind in München auf. Sein Vater hieß ebenfalls Friedrich und betrieb gemeinsam mit Mutter Hedwig drei Wirtshäuser in der Hauptstadt von Bayern. Der Sohn hatte bereits als Kind eine Vorliebe für die Musik. Seine Eltern bezahlten ihm Gitarren- und Klavierunterricht. Außerdem interessierte er sich für die Schauspielerei. Nach dem Ende der Schulzeit beschloss der junge Raab, eine Ausbildung zum Koch zu absolvieren und schloss diese auch erfolgreich ab. Im Anschluss arbeitete er in unterschiedlichen Hotels, entschied sich letztendlich jedoch für die Musik.

Der charmante Münchner singt sich in die Herzen der Fans

Die erste Single des talentierten Mannes hieß „Der Traum von ewiger Liebe“ und wurde im Herbst 1988 veröffentlicht. Ein Jahr später erreichte er mit „Die kloane Tür zum Paradies“ einen gewissen Bekanntheitsgrad im deutschsprachigen Raum. Mit diesem Lied aus der Feder von Jean Frankfurter und Irma Holder trat Patrick Lindner beim Grand Prix der Volksmusik auf und erreichte hinter dem damals ebenfalls noch unbekannten Überraschungssieger Stefan Mross einen hervorragenden 2. Platz. Das war sein Durchbruch in der Musikbranche, der ihm die Entscheidung gegen seinen eigentlichen Beruf und für die Bühne erleichterte. In den nachfolgenden Jahren bewährte sich seine Zusammenarbeit mit Frankfurter und Holder. Lindner veröffentlichte mehrere Alben und Singles, die zahlreiche Musikliebhaber begeisterten und eroberte mit seinen sympathischen Live-Auftritten die Herzen vieler Fans. Vor allem die weiblichen Zuschauer waren von seinem Charme ganz besonders angetan. Bis Ende der Neunziger Jahre konnte Patrick Lindner auf fünf Goldene Stimmgabeln und einen Bambi zurückblicken.

Patrick Lindner wurde immer wieder für Fernsehsendungen gebucht und bekam schließlich auch eigene Shows, wie z. B. die „Patrick Lindner Show“ im ZDF. Einige Regisseure engagierten den beliebten Sänger für kleinere Nebenrollen in ihren Serien. Er war u. a. in den Reihen „Das Traumschiff“ und „SOKO 5113“ zu sehen.

Keine Angst vor Veränderungen – Patricks Offenheit für Neues

1997 kam es zu einer Wende in Lindners Berufsleben. Er entwickelte ein verstärktes Interesse am modernen Schlager und veröffentlichte mit „Himmelweit“ ein Album, welches starke Unterschiede zu seinen früheren Werken aufwies. Für die meisten Fans war der Name Patrick Lindner untrennbar mit der Volksmusik verbunden. Mit dieser Scheibe zeigte er den Menschen eine neue Facette und konnte sie damit auch überzeugen. Die vier Nachfolger von „Himmelweit“ hatten eine ähnliche Ausrichtung. 1999 war Lindner mit „Ein bisschen Sonne, ein bisschen Regen“ beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest dabei. Allerdings hatte er beim Sieg der Gruppe Sürpriz, die einen Titel von Ralph Siegel präsentierte, keine Chance und wurde nur Sechster.

Im Jahr 2005 entdeckte der Sänger eine weitere musikalische Leidenschaft. Das Album „Gigolo“ spielte er in Zusammenarbeit mit der Thilo Wolf Big Band ein. Es beinhaltete mehrere Swing-Titel in englischer Sprache, welche er coverte. Auf diese Weise unterstrich er ein weiteres Mal seine Vielseitigkeit und Offenheit für neue Wege. RTL engagierte ihn kurze Zeit später für die Kochshow „In Teufels Küche“. Patrick Lindner wurde am Ende zum Sieger gekürt.

Rückkehr zur volkstümlichen Musik und weitere Projekte

2006 kam es nach einigen Jahren Pause erneut zu einer Zusammenarbeit mit dem Team Frankfurter/Holder. Auf dem Album „Die Sonne ist für alle da“ befinden sich auch volkstümliche Stücke, die insbesondere bei den Fans der ersten Stunde hervorragend ankamen. Beim Grand Prix der Volksmusik war Lindner auch wieder mit von der Partie und belegte mit „Wie ein Sternenregen in der Nacht“ den 6. Platz. 2008 spielte er seine erste Hauptrolle im Musikfilm „Das Musikhotel am Wolfgangsee“, der jedoch viele negative Kritiken erhielt. Vier Jahre später war er an der Seite von Isabel Edvardsson in der RTL-Show „Let´s Dance“ zu sehen und wurde auch dort – mal wieder – Sechster.

Der Schlagerstar ganz privat  – Ein Familienmensch unter Männern

Nachdem Patrick Lindner die ersten drei Jahre seiner Karriere vom Image des perfekten Schwiegersohns gelebt hatte, kam es 1992 zum großen Knall. Der Regisseur Rosa von Praunheim outete Lindner in der Fernsehsendung „Pro [&] Contra“ als homosexuell. Ein Jahr danach sprach der Sänger zum ersten Mal offen über seine sexuelle Ausrichtung und bestätigte die Aussage des Regisseurs. Er gab u. a. zu, dass seine Eltern in der Vergangenheit Probleme mit diesem Thema hatten. 1992 lernte er in einem Kölner Hotel den sechs Jahre jüngeren Michael Link kennen und verliebte sich in ihn. Link wurde daraufhin sein Manager, und die Beiden galten als Vorzeige-Paar unter den prominenten Homosexuellen in Deutschland. 1999 adoptierte Lindner den acht Monate alten russischen Waisenjungen Daniel. 2005 ging die Beziehung mit Link in die Brüche. Seit 2011 führt er eine Partnerschaft mit Peter Schäfer, der ebenfalls Vater eines Sohnes ist. Mit seinem Lebensgefährten und dem Sohn Daniel lebt Patrick Lindner immer noch in seiner Heimatstadt München.

Patrick Lindner Autogrammadresse

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P. Lindner
Postfach 140212
80469 München


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