Wie schrecklichFürstin Charlène: Ihr Beschützer geriet in die tödlichen Fänge der Mafia

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Fürstin Charlène: Ihr Beschützer geriet in die tödlichen Fänge der Mafia Fürstin Charlène © Cover Images
DAS NEUE BLATT

Die Versuchungen waren zu groß für Monacos Polizeichef. Einst enger Vertrauter des Fürsten, rutschte André Muhlberger in die falschen Kreise ab – und bezahlte mit dem Leben!

Es war der 23. Juni 2013. Ein blutroter Sonnenuntergang krönte diesen Sommertag. Um 18.15 Uhr fielen die ersten Schatten über die Bucht von Monaco. An der Strand-Bar „L’Eden“ servierte Patron Michel ein letztes Glas eiskalten Chateau Minuty Rosé für seinen Freund Andy alias André Muhlberger. Ein toller Typ: braungebrannt, die schwarzen Haare kurzgeschoren, muskulös. In Monte Carlo nannten sie den Polizeichef einst „James Bond“. Eine Bilderbuch-Karriere: Er jagte die italienische Mafia in Marseille und stellte eine Bande von Diamantenräubern, die Luxusläden in Cannes und Nizza ausgeraubt hatten.

Am 24. September 2006 kam der Anruf des Fürsten. In Monaco tauchten nach dem Tod von Rainier III. Mafia-Bosse aus Neapel auf. Albert fürchtete um sein Land. Er heuerte den knallharten Kommissar an. „Ich habe den schönsten Job der Welt“, schwärmte Muhlberger. Am Tag war er ein erfolgreicher Polizist, nachts traf er sich mit offenem Hemd und Revolver unter dem Blazer im Nachtclub „Jimmy’z“ mit seinem Boss Albert von Monaco.

Muhlberger beschützte 2006 die unbekannte Blondine Charlene Wittstock, die sich im siebten Stock eines Hochhauses am Place du Casino versteckte. Sie war Alberts heimliche Geliebte. Am 1. Juli 2011 sicherte der Kommissar mit einem Magnum-Revolver unter dem Smoking die Hochzeit von Charlene und Albert. André stieg zum engsten Kreis des Paares auf.

Im Oktober 2011 verschwand er aus Monte Carlo und tauchte plötzlich in Mia mis gefährliche Nachtwelt ab. Er tanzte die ganze Nacht im VIP-Club „L’Amnesia“ mit einer platinblonden Russin, die mit einem Milliardär verheiratet war. Das Doppelleben des Kommissars schockierte Monacos feine Gesellschaft. Gerüchte flammten auf und drangen bis in den Grimaldi-Palast. Am 29. September 2012 platzte seine Traumkarriere. Im Internet tauchten Urlaubsfotos auf: André Muhlberger, der sich nun „Andy von Monaco“ nannte, thronte auf einer Luxusjacht vor der Küste Miamis. In seinen Armen eine platinblonde Bikini-Schönheit. Zu Hause wartete ahnungslos seine Freundin Nadine …

Seine Geliebte kam aus der russischen Arbeiterstadt Minsk. Das Model ohne Job war eine Mischung aus „Pretty Woman“ und der Spionin Mata Hari. Auf den Lebenslauf von Katy alias Katsiaryna H. fielen Schatten: Ihr Titel „Miss Russland“ war falsch, ihre Freunde standen im Verdacht, Mitglieder der Russenmafia zu sein. In Monaco schrillten die Alarmglocken. Fiel der Kommissar in die Hände der gefürchteten Mafia? Wurde er erpresst?

„Er war verrückt nach dieser Frau“, warnte Staatsanwalt Jean-Pierre Dréno in einem Geheimbericht. „Dieser Mann ist eine Bedrohung für Monacos guten Ruf“, befürchteten Alberts Vertraute. Der Fürst griff zum Telefon. Muhlberger erschien im Palast. Albert hatte Angst, dass Privates in falsche Hände geriet. Nur Stunden später kündigte der Ex-Cop fristlos. Er schien sich im Stahlnetz der russischen Mafia verfangen zu haben. Waren die verfänglichen Schnappschüsse auf der Jacht in Miami eine letzte Drohung? An jenem Tag im Juni 2013 in der Bar „L’Eden“ ahnte der ausgestiegene Kommissar nicht, dass es sein letztes Glas Rosé sein sollte. Er stürzte sich ins Meer und schwamm zur Luxusjacht Joÿka, die in der Bucht ankerte. An Deck feierte der Russe Alex Moissev eine Party. Er wartete auf seinen Freund, den Kommissar.

Ein Schnellboot mit drei Männern und italienischer Flagge raste durch die Bucht. Plötzlich heulten die Motoren auf. Ein Schrei schreckte die Russen hoch. Im Wasser trieb in einer Blutlache ein lebloser Körper. Der Kopf von einem Propeller aufgeschlitzt, ein Bein abgetrennt. Moissev und seine Freunde zogen den Toten an Bord. Es war der Kommissar! Seine Freundin Katy stand geschockt an der Reling. „Im Palast herrschte Panik. Mordgerüchte flammten auf“, schrieb das Magazin „Paris Match“. „Dieser Tod schockiert uns alle“, so der Fürst. Die Spur der Mörder verlor sich in Genua. Freunde des Toten schwören, dass die italienische Mafia den Auftrag gab. Seine Kontakte mit den Russen waren ihr ein Dorn im Auge gewesen. Die Mörder wurden nie gefunden.

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