Ein Tag im Oktober änderte alles ...Anna-Maria Zimmermann: „Meine Familie hat mich immer unterstützt – alleine hätte ich aufgegeben“

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Anna-Maria Zimmermann: „Meine Familie hat mich immer unterstützt – alleine hätte ich aufgegeben“ © Christine Kröning / Schlager.de
DAS NEUE BLATT

An dem Morgen, der ihr Leben für immer veränderte, hatte Anna-Maria Zimmermann ein ungutes Bauchgefühl. Hätte sie darauf gehört, wäre sie nicht in diesen Helikopter gestiegen, um zu einer Veranstaltung zu fliegen. Sie wäre nicht abgestürzt und ins Koma gefallen. Sie hätte aber vielleicht auch nicht gelernt, was wirklich im Leben zählt. Denn durch den schrecklichen Unfall hat sie erkannt, auf wen sie sich verlassen kann und dass man schwere Zeiten manchmal nicht alleine durchstehen kann. Und es auch nicht muss. „Meine Familie hat mich immer unterstützt – alleine hätte ich aufgegeben“, gibt sie ehrlich zu.

Das Drama nahm seinen Lauf

Es ist ein kalter Herbsttag im Oktober 2010. Die Blätter an den Bäumen leuchten in den schönsten Farben. Dieser Tag, der so friedlich begann, endete für Anna-Maria in einem Drama. Sie war gerade auf dem Weg zu einer Veranstaltung, sollte dort einen Preis entgegennehmen, als der Pilot des Hubschraubers, in dem sie und ihr Manager saßen, plötzlich die Kontrolle im Landeanflug verlor. Er stürzte wie ein Stein zu Boden. Die Sängerin wurde aus dem völlig zerstörten Wrack he rausgeholt und in eine Klinik gebracht. Mehr als zwei Wochen lag die damals 22-Jährige im Koma. Ehemann Christian (42) und ihre beiden Eltern bangten um das Leben der jungen Sängerin. Als Anna-Maria wieder aufwachte, war nichts wie vorher. Sie hatte sich mehrere Verletzungen zugezogen, ihr linker Arm hing nur noch „wie ein Klotz“ herunter. Er war gelähmt. Ein Umstand, den der Schlagerstar kaum ertragen konnte. Der Unfall raubte ihre Lebensenergie. Die Anna, die sonst als Sonnenschein der Familie galt, gab es nicht mehr. Sie verlor ihr Lächeln.

Anna-Maria Zimmermann: Abhängig von Tabletten

Noch dazu wurde die Sängerin nach ihren Krankenhausaufenthalt schwerst tablettensüchtig. „Es gab diese Phase nach dem Unfall, da war ich sehr böse. Ich muss sagen, meine Mama, meine Schwester und mein jetziger Mann haben alles abbekommen. Ich war mit mir selbst nicht im Reinen und fand alles schrecklich“, gibt die 33-Jährige heute schonungslos zu. Ihre Angehörigen hatten es nicht leicht mit ihr. Jedes Mal wenn ihre Mutter oder Christian Anna helfen wollten, fühlte sich die Künstlerin bevormundet. „Ich hatte das Gefühl, die beiden wären meine Pfleger. Das war schrecklich für mich!“ Aber egal, wie ekelhaft sich Anna-Maria Zimmermann, die sich Anfang des Jahres einer Nabelbruch-OP unterzog, gegenüber ihren Liebsten benahm, sie blieben da. Als sie das Morphium gegen die Schmerzen absetzen musste, wurde es noch schlimmer: „Ich hatte Schweißattacken und extreme Stimmungsschwankungen – keiner konnte es mir recht machen. Trotzdem habe ich weitergearbeitet. Das war ein Horrorjahr für mich.“ Später bekam sie dann starke Mittel gegen Nerven- und Phantomschmerzen. Ein Teufelskreis.

Für die Liebe wurde sie zur Kämpferin

Erst die mahnenden Worte ihrer Frauenärztin halfen ihr, einen Weg zurück ins Leben zu finden. „Sie sagte mir, dass ich keine gesunden Kinder bekommen könne, solange ich die Pillen nehme.“ Ein herber Schlag für Anna-Maria Zimmermann, die aufgrund ihres Unfalls nicht bei „Let’s Dance“ mitmachen kann. Schließlich wollte sie unbedingt Kinder mit ihrer großen Liebe Christian. „Da hat bei mir das Denken richtig angefangen“, erinnert sich die Sängerin. Fünf Jahre nach ihrem Unfall begann sie dann, die Tabletten abzusetzen. Kein einfacher Schritt. „Ich war sehr fertig, wahnsinnig müde.“ Doch Tag für Tag ging es ihr immer besser. Sie hatte zwar immer noch Symptome, aber die hatte sie auch, als sie die Pillen noch nahm. Denn irgendwann zeigten sie keine Wirkung mehr.

 

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Ihre beiden Kinder krönten das Liebesglück

Im Dezember 2017 erlebten Anna und ihr Mann schließlich ihr ganz persönliches Wunder. Ihr Sohn Matti kam gesund auf die Welt. Und obwohl die Künstlerin kein richtiges Gefühl mehr in ihrem linken Arm hat, konnte sie sich selbst beweisen, wie gut sie trotzdem für ihren kleinen Matti da sein kann. Söhnchen Sepp machte die kleine Familie im Sommer 2020 schließlich komplett. Stolz und überglücklich kann Anna-Maria Zimmermann, die ihr Familienglück gerne auf Instagram zeigt, heute sagen: „Ich glaube, dass ich jetzt fast zwölf Jahre später sagen kann, dass ich wieder die alte Anna bin.“ Dank ihren Eltern, ihrem Ehemann und ihren zwei kleinen Wundern.

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