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Eloy de Jong: “Sparen ist wichtig, das hab ich inzwischen gelernt”

Gastartikel
Eloy de Jong: “Sparen ist wichtig, das hab ich inzwischen gelernt” © Max Morath / Schlager.de

Eloy de Jong hatte eine schwierige Kindheit, verlor einen Sohn, sein Ex-Freund starb an einem Lungen-Ödem. Vielleicht sind es diese Schicksalsschläge, die dafür sorgten, dass der Schlagerstar heute nur so strotzt vor Optimismus!

Eloy, Corona hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt. Wie sieht aktuell Ihr Alltag zu Hause aus?
"In den ersten Wochen nach Einführung der Beschränkungen war unsere achtjährige Tochter Indy total begeistert, weil sie plötzlich 24 Stunden am Tag die Aufmerksamkeit ihrer beiden Papas hatte. Normalerweise bin ich viel unterwegs und mein Mann Ibo (44) arbeitet nicht von zu Hause. Deshalb war es vor allem zu Beginn schön, die ganze Zeit daheim zu sein. Aber dann vermisste Indy allerdings ihr Freundinnen und Freunde von der Schule…"

In Ihrem Video zum Song "Solange wir uns haben" geben Sie ungewohnt private Einblicke in Ihr Familien-Idyll. Wie schwer muss es für jemanden sein, der diese Zeit nicht wie Sie im Kreis einer intakten Familie verbringen kann?
"Ich glaube, dass es für alleinstehende Menschen eine schwierige Zeit ist. Es muss schlimm sein, gar niemanden bei sich zu Hause zu haben. Zum Glück gibt es Videoanrufe, Skype, FaceTime und andere technische Hilfsmittel. In den Niederlanden haben die Menschen wieder angefangen, Postkarten und Briefe zu verschicken. Auch wir machen das jetzt öfter und greifen wieder zu Stift und Papier."

Gibt es auch mal Streit, wenn die ganze Familie sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Stück immer zusammen in der Wohnung ist?
"Puh… manchmal muss man tatsächlich etwas kreativ sein (lacht). Zum Glück haben wir eine große Wohnung, in der man sich auch mal aus dem Weg gehen kann. Indy braucht genau wie ihre Papas manchmal Zeit für sich allein. Besonders, wenn man so viel Zeit im gleichen Umfeld verbringt, ist es wichtig, sich Auszeiten alleine zu schaffen. Streit gibt es nicht – höchstens ab und zu mal eine 'kreative Diskussion', wie ich es nennen würde."

Viele kamen auf die Idee, Keller und Schränke auszumisten oder zu putzen. Sie auch?
"Ja, man erledigt jetzt Sachen, die man sonst immer vor sich hergeschoben hat. Ich habe ein Zimmer für mich in der Wohnung – eine Art 'Männerhöhle', in die ich mich zum Nachdenken oder Schreiben zurückziehe. Dieses Zimmer ist jetzt endlich perfekt."

Hat sich bei Ihnen ein Gefühl der Entschleunigung eingestellt, das Sie vorher nicht kannten?
"Um Musik zu veröffentlichen, muss man immer kreativ sein – aber im Augenblick bin ich es noch viel mehr als sonst. Anstatt großer TV-Shows oder Live-Auftritte müssen wir Künstler jetzt andere Wege finden, um unsere Musik einem großen Publikum vorstellen zu können. Daher ist meine Arbeit aktuell selbstverständlich anders, aber nicht weniger intensiv."

Vielen Menschen fehlt der Kontakt nach außen, sich mit Freunden zu treffen, auszugehen. Telefonieren Sie dieser Tage mehr mit Ihren Lieben bzw. wie halten Sie Kontakt?
"Statt bei einem gemeinsamen Barbesuch treffen wir unsere Freunde jetzt gern via FaceTime oder Videokonferenz zu einem Gläschen Wein. Wir treffen uns also weiterhin, nur nicht physisch, sondern virtuell über das Internet. Das ist ungewohnt, aber auch irgendwie lustig." (Dieses lustige Ehe-Detail verraten uns jetzt Stefan Mross und seine Anna-Carina!)

Promo-Termine und Konzerte können bis auf Weiteres nicht stattfinden. Für viele Künstler sind Auftritte die Haupteinnahmequelle. Quälen Sie aktuell Existenz-Ängste deswegen oder haben Sie finanziell vorgesorgt für schlechte Zeiten?
"Bei uns ist zum Glück alles völlig in Ordnung. Mein erstes Solo-Album wurde glücklicherweise auf Anhieb ein großer Erfolg. In meiner Zeit mit Caught in he Act habe ich gelernt, wie wichtig es ist, Geld zu sparen. Ibo und ich sind ja auch zu zweit. Sorgen mache ich mir eher um die Freiberufler: Menschen, die ein kleines Restaurant, ein Café führen oder ähnliches. Wichtig sind mir auch die Menschen, die sich derzeit um die Erkrankten kümmern. Sie haben keine Fans, sie sind nicht berühmt, aber verdienen unseren größten Respekt! Auch nach Corona sollten sie mehr Geld verdienen und viel mehr Aufmerksamkeit von uns allen bekommen."

Wie groß ist Ihre Angst vor dem Virus?
"Wie für alle Eltern ist die Gesundheit der Kinder natürlich das Wichtigste. Aber Kinder gehören zum Glück nicht zur Risikogruppe. Mehr Angst habe ich um meine Mama und meine Schwester, die seit ihrem achten Lebensjahr Diabetikerin ist. Beide gehören zur Risikogruppe. Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns für unsere Mitmenschen vorsichtig verhalten. Auch wenn wir selbst nicht zur Risikogruppe gehören, gibt es um uns herum viele Menschen, für die wir Verantwortung tragen."

Welche Vorteile und positiven Aspekte kann jeder für sich aus der Krise ziehen?
"Etwas mehr Geduld miteinander zu haben und zusammenzuhalten. Wir sehen aktuell, dass wir es zusammen schaffen müssen – aber eben auch können! Das dürfen wir nicht direkt wieder vergessen, wenn die Krise überstanden ist. Wir alle brauchen einander."

Wie lautet Ihre aktuelle Mutmach-Parole an unsere Leserinnen und Leser?
"Ich glaube an euch! Lasst uns das zusammen machen, dann schaffen wir es auch! Es kommen wieder bessere Zeiten. Aus allem Negativen, was wir aktuell erleben, können wir etwas Positives herausziehen. Es ist doch wunderschön, jetzt so viel Zeit mit unseren Lieben verbringen zu dürfen!"

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Meine Melodie30.06.2020Meine Melodie

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