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Ross Antony: „In der Demenz-WG stieß ich an meine Grenzen“

Ross Antony: „In der Demenz-WG stieß ich an meine Grenzen“ © G&D Breuer-Konze / Schlager.de

Laut und lustig, so kennen und lieben Fans Ross Antony. Jetzt zeigte der Sänger  („Aber bitte mit Schlager“) seine sensible Seite: Zwei Tage half er für ein „stern TV“-Experiment in Berlin als Altenpfleger in einer Demenz-WG und bei der mobilen Betreuung mit – und war davon tief berührt … 

 

Mit welchen Problemen sind Altenpfleger konfrontiert? Davon wollte sich der Entertainer, der bereits in einer Kampagne auf den Pflege-Notstand hinwies, selbst ein Bild machen. Frühstück vorbereiten,  Waschen und Anziehen der Patienten, Trost spenden – „Ich bin erst eine halbe Stunde hier und jetzt schon ein bisschen fertig, was die Pflegerinnen alles leisten müssen. Es ist enorm!“ Sie überwinden  Grenzen,  gerade die Intimpflege, das Windelwechseln schrecke viele ab.  Als eine ältere Dame auf die Toilette und ein Herr komplett gewaschen werden muss, überlässt dies Antony dem fachkundigen Personal.

Dem Sänger fällt auf,   wie liebevoll der Umgang mit den Bewohnern ist. „Wenn ich später alt bin, möchte ich genauso behandelt werden“, so Pflegehelferin Ronnia Bähring (32). Sie leiste viel mehr, als das, wofür sie entlohnt wird, kritisiert Ross Antony die schlechte Bezahlung in der Altenpflege. Doch die Kräfte und er werden auch emotional gefordert: Eine Patientin (99) liegt im Sterben. Ross beginnt zu weinen: „Ich hoffe so sehr, dass ich in gute Hände komme, wenn ich älter bin. Viele von uns haben Glück und wir können zu Hause sterben, wie mein Papa.“ Ein Jahr nach dessen Tod sitzt der Schmerz tief.

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Auch die Menschen in dieser liebevollen Einrichtung könnten toll Abschied nehmen, findet Ross. Und dennoch: Nur einen Tag hier zu sein und alles mitzuerleben, sei für ihn eine Belastung. Die Pfleger aber erleben das täglich. Zeit für Traurigkeit sieht ihr straffer Plan allerdings nicht vor.  Wie viel Verantwortung auf ihnen lastet, das hatte Ross nicht erwartet. „Ich bin sehr beeindruckt, was ich miterlebt habe.“ Ein Altenpfleger, das ist für ihn „Arzt, Krankenschwester, Seelentröster und bester Freund“.

Sein Wunsch: Dass die Politik diese „verdammt harte“ Arbeit endlich würdigt!

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