Exklusives InterviewJürgen Drews: „Ich werde niemals freiwillig in Rente gehen“

Jürgen Drews: „Ich werde niemals freiwillig in Rente gehen“ © Ingolf Keller/Schlager.de
DAS NEUE BLATT

Dieses Mal heißt es nicht „Ein Bett im Kornfeld“, sondern „Ein Bett im ‚Drei Könige‘'“: Jürgen Drews steigt im fiktiven Hotel der Hit-Serie „Rote Rosen“ ab. Er übernimmt für vier Folgen eine Gastrolle (ab 9. 7., 14.10 Uhr, ARD) – und spielt sich, wie sollte es auch anders sein, einfach selbst! 

 

Waren Sie schon…

„Sag bitte ‚du‘ – sonst komme ich mir so alt vor. Ich bin der Jürgen.“

Gerne! Also, Jürgen, warst Du schon vor den Dreharbeiten ein Fan von „Rote Rosen“? 

„Ehrlich gesagt: Ich hatte nie Zeit, die Serie zu gucken. Da habe ich richtig was verpasst! Jeder scheint sie zu lieben. Das ist ein riesiger Hit – nicht nur in Deutschland. Mich rief mein Nachbar aus Mallorca an: Er hätte davon gehört, dass ich bei ‚Rote Rosen‘ einsteige. Ich war ganz erstaunt, dass der das kennt. Der hat eine tolle, junge, hochintelligente Frau, und die guckt das immer. Mallorca blickt also ganz aufgeregt nach Lüneburg.“ (lacht)

Und wie bist Du an die Gastrolle gekommen? 

„Ich wollte gerade zur Tür hinaus, da rief mir Ramona hinterher: ‚Sag mal, hast du Lust, für vier Tage nach Lüneburg zu fahren, um da was zu drehen?‘ Irgendwen hatte sie an der Strippe. Ich wusste noch nicht mal genau, worum es geht, da habe ich schon zugesagt. Ich musste nicht lange überlegen, auch weil Lüneburg so eine interessante Stadt ist. Ich probiere immer neue Sachen aus – immer!“ 

Was willst Du noch ausprobieren? 

„Da denke ich sofort an mein größtes Ziel, aber das werde ich wohl nie erreichen: International erfolgreich zu sein.“

Woran Jürgen Drews scheiterte, lest Ihr hier:

Woran scheitert das? 

„Es war mal mein Traum, aber den habe ich begraben. Ich bin 74 Jahre alt. 1979 hat es mich gepackt, da bin ich nach Los Angeles gegangen. Ich habe es, glaube ich, auf Platz 54 der amerikanischen Charts geschafft – mit englischer Pop-Musik. Ich hatte den kleinen Finger im US-Business. Dann kriegte ich böse Steuerprobleme in Deutschland und musste zurück.“

Vermisst Du Amerika? 

„Nein, gar nicht. Hätte ich nicht notgedrungen nach Deutschland zurückgemusst, hätte ich Ramona nicht kennengelernt. Und da ist der Rest ja wohl Geschichte. Diese Liebe war vorherbestimmt.“

Ihr feiert dieses Jahr Silberhochzeit! Schenkst Du ihr rote Rosen?

„Ich schenke ihr am liebsten weiße Blumen, aber keine Rosen. Wie heißen die denn noch? Die sehen so ähnlich wie Margeriten aus. Davon gibt es einen riesigen Strauß.“

Weiße Gerbera? Die mag Ramona am liebsten?

„Es hat nichts damit zu tun, was sie am liebsten mag. Die möchte ich ihr schenken, weil ich die unheimlich schön finde – und ihr gefallen sie auch!“

Sind Rosen nicht schöner? 

„Ich möchte nicht das schenken, was alle schenken. Das ist ja langweilig und abgedroschen. Und eines kann man von mir wirklich nicht behaupten: Dass ich langweilig bin!“ 

Wie fühlt sich das an, dass Ihr bald Silberhochzeit feiert? 

„Toll! Ich liebe Ramona über alles! Wir sind noch so verliebt wie am ersten Tag – und der war vor 29 Jahren.“

„Ich werde niemals freiwillig in Rente gehen“ – Hier geht es weiter:

Was ist Dein Glücksrezept – neben weißen Gerbera? 

„Ein Beispiel: Ich schreibe ihr Briefe. Das habe ich bei meiner Mama schon gerne gemacht.“

Wäre es nicht ein schönes Geschenk zur Silberhochzeit, kürzerzutreten? 

„Ich werde niemals freiwillig in Rente gehen. Ich war noch nie in meinem Leben unfit. Deswegen werde ich garantiert mit 80 Jahren noch auf der Bühne stehen. Wenn Heino das kann, kann ich das auch (lacht). Ich trete kürzer, wenn ich keine Lust mehr habe. Dann höre ich sofort auf, darauf gebe ich mein Wort. Ich mache das ja schon urlange nicht mehr des Geldes wegen. Aber was kommt danach? Dann setze ich mich hin, auf Mallorca oder in Deutschland, und sage zu Ramona: ‚So, Schatz, was machen wir denn heute? Trinken wir heute Nachmittag Kaffee?‘ (lacht). Nein, das ist nicht mein Ding.“

Dein Ding ist es wohl, Spaß zu haben. 

„Oh ja, das liebe ich! Und ich habe riesigen Spaß. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal auf Schlager stehe. Es war so gar nicht meine Musik. Kaum vorzustellen beim Onkel Jürgen, oder? „Ein Bett im Kornfeld“ vor 40 Jahren war das erste Mal, dass ich deutschen Schlager gesungen habe. Da sollte ich mit Anfang 30 das größte Teenager-Idol Deutschlands werden. Seitdem liebe ich die Musik und dieses Kultgefühl. Ich finde es witzig und nehme mich selbst aufs Korn. Ich habe gelernt, nie etwas zu planen. Das habe ich nur einmal gemacht, als ich nach dem Abi angefangen habe, Medizin zu studieren. Und wo bin ich heute? Am „Rote Rosen“-Set und spiele mich selbst.“  

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