Ehrliche WorteRoland Kaiser: „Ich bin dankbar, dass meine Mutter mich weggegeben hat“

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Roland Kaiser: „Ich bin dankbar, dass meine Mutter mich weggegeben hat“ © Franziska Krug / Getty Images
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Schmerz, Trauer, Enttäuschung – es wäre nur allzu verständlich, wenn Roland Kaiser (69) seiner leiblichen Mutter gegenüber diese Gefühle in sich verspüren wurde. Denn sie legte ihn als Säugling einfach vor einem Krankenhaus ab und verschwand. Doch der Schlagersänger hadert nicht mit seinem Schicksal, trägt seiner Mutter auch nichts nach. Im Gegenteil! Er ist überzeugt, dass es für sein Leben besser so war. In einem Interview mit dem „Stern“ sagt er: „Heute bin ich meiner Mutter dankbar, dass sie sich dafür entschieden hat, mich nicht selbst großzuziehen.“

Roland Kaiser weiter: „Meine Mutter war 17, als sie mich weggab. Ihr Leben war sicher geprägt von Hoffnungslosigkeit: Sie hatte mit fünf Vätern sieben Kinder, keines meiner Halbgeschwister wuchs bei ihr auf, sondern in Heimen oder bei Pflegeeltern.“

Auch Roland Kaiser kam zunächst in ein Waisenhaus. „Dort holte mich aber schon ein paar Wochen später Ella Oertel ab. Das Jugendamt bot ihr an, mich als Pflegekind zu sich zu nehmen. Nicht nur für sie, auch für mich war das ein Glück“, schreibt Kaiser in seinem Buch „Sonnenseite“.

Denn Ella Oertel († 65) kümmerte sich rührend um ihn. „Sie schenkte mir eine Kindheit, wie man sie sich nur wünschen kann: voller Liebe und Geborgenheit“, erinnert sich der Sänger. „Bis heute bin ich ihr dankbar, und ich habe versucht, den moralischen Kompass, den sie mir mitgab, auch an meine Kinder weiterzugeben.“ An Annalena (22), Hendrik (30) und Jan (25).

Wie sein Leben wohl verlaufen wäre, wenn seine leibliche Mutter ihn bei sich behalten hätte? Darüber mag Roland Kaiser gar nicht nachdenken: „Wäre ich bei ihr groß geworden, säße ich heute nicht hier“, da ist er sich sicher.

Erst als er schon 18 Jahre alt war, erfuhr der Sänger, dass seine leibliche Mutter verstorben war. „Ich habe die Frau nie gesehen, hatte auch nie etwas mit ihr zu tun“, sagt er.

Und doch fühlt er sich ihr heute zu Dankbarkeit verpflichtet …

Roland Kaiser: Darum ist er mit seiner Silvia so glücklich!

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